Von Gibraltar bis Rom: AIDAcosma macht es möglich

Als wir am Schiff ankommen, ist klar, jetzt beginnt unser Lieblingsgefühl. Dieses Kribbeln im Bauch, diese Mischung aus Abenteuerlust, Fernweh und der Vorfreude, wieder an Bord zu sein. Es ist meine 57. Kreuzfahrt, und die Aufregung im Vergleich zu den Anfangsjahren hat sich kaum verändert. Zwei Wochen im Mittelmeer – zwischen Spanien, Italien und Frankreich. Es ist eine Reise, für die wir uns im Vorfeld ein Ziel gesetzt haben: entdecken, entspannen und jeden einzelnen Tag von morgens bis abends genießen – wie sagt man so schön: Genießermodus on!

Von Düsseldorf nach Palma und ab aufs Schiff

Vom Flughafen Düsseldorf geht es direkt nach Palma de Mallorca, alles funktioniert planmäßig und gefühlt sind wir wenig später schon an Bord der Cosma. Es ist unser zweites Mal an Bord dieser Schiffsklasse – der Hyperion-Klasse – und es kann nur besser sein als bei der Premiere mit AIDAnova Richtung Norwegen. Da hatten wir die Ferienzeit nicht bedacht und waren auf einem rappelvollen Schiff, und ich muss ehrlich sagen, es hat ein paar Tage gedauert, bis wir unseren eigenen Rhythmus gefunden haben. Dieses Mal wollten wir es auf jeden Fall besser machen, und es hat auch wunderbar geklappt. Die großen Schiffe – immerhin können hier 6000 Menschen zeitgleich verreisen – haben ja auch ihre Vorteile, und wenn man ein wenig gegen den Strom schwimmt, wird diese Schiffsgröße auch zu einer Urlaubsoase für uns. Gegen den Strom schwimmen, damit meine ich, nicht dann essen zu gehen, wenn die Mehrzahl der Passagiere essen geht, sondern generell immer ein wenig zeitversetzt agieren, dann klappt das wunderbar.

Sail away aus Palma de Mallorca

Route mit spannenden Destinationen

Unsere Route ist spannend: von Mallorca aus geht es nach Gibraltar, Malaga, Cartagena, Ibiza, Barcelona und wieder zurück nach Mallorca. Dort ist Wechseltag, das heißt, die Mehrzahl der Passagiere steigt ab und neue steigen auf. Wir haben das Glück und bleiben eine zweite Woche. Hier geht es zunächst nach La Spezia, dann nach Rom, Korsika und über Barcelona wieder zurück nach Mallorca. Ihr seht, es sind zwei Wochen mit wunderschönen Destinationen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Seetag: Treiben lassen und erst einmal ankommen

Ein Seetag zu Beginn einer Kreuzfahrt ist das Schönste überhaupt. Kein Programm, kein Ziel – nur das Meer. Wir sitzen an diesem Tag stundenlang auf unserem Balkon, beobachten die Wellen, genießen die Ruhe und das Gefühl des Ankommens. Selbstverständlich geht es auch auf große Erkundungstour über das Schiff, das so viel zu bieten hat. Neben den vielen Restaurants gibt es über 22 Bars, es gibt einen großen Infinity-Pool am Heck des Schiffes mit wunderbarem Blick auf die Heckwelle und natürlich den Beachclub, wo man auch bei schlechtem Wetter den Badespaß genießen kann. Besonders interessant ist dieser für Familien. Ob Kino, Kletterspaß, Wellness und Sauna, Auftritte von Bands und Solokünstlern und des AIDA-Show-Ensembles – für den Gast bleiben keine Wünsche offen, und jeder kann sich genau das heraussuchen, was er präferiert. Das Schiffsleben ist so vielseitig und bietet jedem Gast seine persönliche Nische – egal ob ein Cappuccino im Strandkorb oder die Probe der Artisten im Theatrium, dem Herz des Schiffes.

17 Restaurants bieten beste Vielfalt

Wir lieben die Buffet-Restaurants, aber wählen für unsere Zeit an Bord von AIDAcosma eher die kleineren Restaurants, wo man im Vorfeld einen Platz reservieren muss. Frühstücken, für uns gerne auf der Kabine, denn wir haben eine eigene Kaffeemaschine und holen uns bei „Brot und Stulle“ etwas Leckeres und genießen unser Frühstück auf dem eigenen Balkon. Von den 17 Restaurants haben uns am meisten das Oceans, das Mamma Mia sowie das Brauhaus und das Yachtclub-Buffet-Restaurant angetan, aber wir waren auch im Fuego, im Best Burger at Sea und im East Restaurant. Das Markt Restaurant auf Deck 5 – in der Sphinx-Klasse von AIDA Cruises unser absolutes Lieblingsrestaurant – fällt in der Helios-Klasse für uns leider durch.

Gibraltar: Affen, spektakulärer Airport und spannende Historie

Unser erster Stopp der Kreuzfahrt ist Gibraltar – jedes Mal ein kleines Abenteuer. Schon die Einfahrt in den Hafen ist spektakulär – der berühmte Felsen thront über allem. An diesem Morgen gehöre ich zu den Frühaufstehern und erlebe einen wunderbaren Sonnenaufgang. Wir haben über AIDA einen Ausflug gebucht, überqueren mit dem Bus die Landebahn des Flughafens, dann ging’s hinauf zum Felsen. Der Blick auf die Straße von Gibraltar – wo Atlantik und Mittelmeer sich begegnen – ist unbeschreiblich. Und natürlich: die berühmten Affen. Viele mit Babys – unglaublich niedlich – aber wir haben schnell gelernt: Snacks gut verstauen! Die kleinen Racker sind flink und furchtlos. Besonders spannend finden wir auch das Tunnellabyrinth, das in den Berg führt – ein stilles Zeugnis der Militärgeschichte Gibraltars.

Mit dem TukTuk Malaga erkundet

In Malaga haben wir die Stadt auf besondere Weise erkundet – mit einem TukTuk! Gebucht über das Portal „Meine Landausflüge“, und unser Guide Miguel war einfach fantastisch. Er führte uns zu den Highlights der Stadt, zeigte uns neben den touristischen Highlights auch viele schöne Ecken der Stadt, die wir allein wohl nie gefunden hätten. Malaga hat uns mit seiner Mischung aus Geschichte, Sonne und Lebensfreude begeistert – und mit Miguel als Guide war der Tag perfekt.

Cartagena: Kolonialbauten und ganz viel Charme

Cartagena ist ein Schatz an der spanischen Küste. Keine Stadt, die laut schreit, aber eine, die fasziniert, wenn man sich auf sie einlässt. Farbenfrohe Kolonialbauten, malerische Kopfsteinpflasterstraßen und eine lebendige Atmosphäre ziehen uns hier in den Bann. Wir schlendern gemütlich durch die Gassen, vorbei am römischen Theater, entdecken alte Stadtmauern und genießen den Blick vom Hafen hinauf auf die Festung. Ein Tag ohne Hektik, einfach treiben lassen – genau das, was man auf Reisen manchmal braucht. Auch hier wurden seitens AIDA wieder eine Vielzahl Ausflüge angeboten, doch wir haben uns für einen ganz entspannten Tag entschieden.

Cool, cooler – Ibiza!

Ibiza hat uns sofort verzaubert. Diese Mischung aus weiß getünchten Häusern, türkisblauem Wasser ist einzigartig. In der Altstadt fühlt man sich wie in einer anderen Zeit – enge Gassen, kleine Boutiquen, blühende Bougainvillea an alten Steinmauern. Wir bummeln, fotografieren, genießen den Blick über den Hafen – und verstehen, warum so viele Menschen der Insel verfallen. Ibiza hat etwas Unbeschreibliches, hier leben Menschen, die einen mitreißen, alles ist unkompliziert, zumindest, wenn man als Tourist auf der Mittelmeerinsel ist. Und es ist ein wenig schrill – vor allem abends. Ibiza Stadt ist für ein lebhaftes Nachtleben bekannt.

Barcelona: Endlich Gaudis Meisterwerk kennenlernen

Unser nächster Stopp: Barcelona, die Stadt der Farben, Formen und Lebensfreude. Wir hatten im Vorfeld Online-Tickets für die Sagrada Família gebucht – und das war Gold wert! Keine Warteschlange, kein Stress – einfach zur gebuchten Zeit zum Einlass – und los geht’s. Dieser Bau ist ein Wunderwerk. Die Lichtspiele, die Details, die Höhe – uns verschlägt es den Atem, und endlich sehen wir Gaudis Meisterwerk nicht nur von außen, sondern auch seine Kunst von innen. Über die App der Sagrada Família bekommen wir alle Informationen, benötigen also keinen extra Guide, und wir tauchen ausgiebig in die faszinierende Geschichte des wohl berühmtesten Bauwerks in Barcelona ein. Hier kann man die Tickets für die Sagrada Família über die offizielle Website im Vorfeld kaufen. Das ist eine klare Empfehlung von mir.

Halbzeit: Mit dem Shuttlebus nach Palma

Es ist Halbzeit. Während die allermeisten Passagiere ihre Koffer längst gepackt haben und in Palma de Mallorca vom Bord gehen, um die Heimreise anzutreten, haben wir tatsächlich noch eine weitere Woche vor uns. Irgendwie ein wunderbares Gefühl. In Palma nutzen wir den Shuttle Bus von AIDA Cruises, um bis in die Stadt gebracht zu werden. Unser Plan: Rund um die Kathedrale eine Weile umherschlendern, gemütlich in einem Café ein Eis essen und uns einfach einfangen lassen von der besonderen Atmosphäre Palmas. Das gelingt ausgezeichnet, und spontan entschließen wir uns, ein Ticket für die Kathedrale zu lösen. Auch wenn wir schon mehrere Male auf Mallorca waren, haben wir es nie in die Kathedrale geschafft.

Postkartenidylle in Cinque Terre: Nie wieder zur Hochsaison!

Seit Jahren stand es auf unserer Bucket-List: die Cinque Terre. Von La Spezia aus machen wir uns auf den Weg zu den berühmten fünf Dörfern. Es ist ein AIDA-Ausflug. Mit dem Boot nähern wir uns den malerischen Dörfern von der Wasserseite. Wir besuchen Manarola, Vernazza und Monterosso al Mare – und ja, sie sind genauso schön, wie man es sich erträumt. Die bunten Häuser, die sich an die steilen Felsen klammern, das Meer in allen Blautönen, Boote, die in der Sonne glitzern – pure Postkartenidylle. Allerdings leider völlig überlaufen! Im Sommer schieben sich die Menschenmengen durch die engen Gassen, und man merkt, wie sehr dieser Ort unter seiner eigenen Schönheit leidet. Trotzdem: Ein Traum, den wir abhaken. Vielleicht kommen wir noch einmal wieder, dann aber auf keinen Fall in der Hauptsaison. Diese Dörfer sind einfach zu schön, als dass man sie nur zusammen mit Tausenden anderen besucht.


Rom: Vom Collosseum zum Vatikan

Von Civitavecchia aus geht es mit dem Zug nach Rom, um die Stadt dann auf eigene Faust zu erkunden. Ein langer, heißer Tag – und ja, es war alles ein wenig anstrengend. Wir wollten viel sehen: das Colosseum, den Trevi-Brunnen, den Vatikan … Alles beeindruckend, alles geschichtsträchtig – aber die Sonne brennt echt erbarmungslos. Da wir schon mehrfach in Rom gewesen sind, haben wir uns schließlich in einen klimatisierten Hop-on-Hop-off-Bus gesetzt, um wenigstens an den Höhepunkten der ewigen Stadt vorbeizufahren. Beste Idee! Unser Fazit: Rom ist grandios, aber im Sommer einfach zu warm für intensives Sightseeing. Beim nächsten Mal vielleicht lieber im Frühjahr oder Herbst.

Korsika: Immer wieder eine schöne Destination

Nach all dem Trubel kommt Korsika wie gerufen. In Ajaccio haben wir einen fantastischen Liegeplatz – direkt mit Blick auf den Hafen. Die Stadt ist charmant, französisch, entspannt. Als Erstes stand eine kleine Rundfahrt an, gebucht über den Anbieter Get your Guide – für gerade mal zwölf Euro. Anschließend bummeln wir durch die Altstadt, trinken Café au Lait und genießen das schöne Ambiente. Nach dem intensiven Rom-Tag ist es genau das, was wir brauchen. Zudem ist der Blick von unserem Balkon wunderschön, sodass ich besonders an diesem Tag lange dort sitze oder in der Hängematte chille. Mein Highlight auf meinem „Beobachtungsposten“: eine Kinder-Segelschule mit vielen kleinen Booten, die im Hafen entlang der Cosma unterwegs sind und aufs Meer hinausfahren. Manchmal sind es einfach die kleinen Dinge, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Seetag und ein zweiter Stopp in Barcelona

Auf dem Weg zurück nach Mallorca legen wir einen weiteren Stopp in Barcelona ein, und was machen wir? Wir entscheiden uns, an Bord zu bleiben, und auch das ist manchmal genau die richtige Entscheidung. Wir haben in den vergangenen 12 Tagen bereits so viele Eindrücke sammeln können, weil wir so spannende und so unterschiedliche Destinationen angelaufen haben. Da war es uns einfach nicht danach, noch mehr Input zu bekommen. Wir haben uns ganz bewusst dazu entschieden, einen schönen Schiffstag einzulegen, anstatt von Bord zu gehen. Ich habe eine Kosmetikbehandlung im Spa gebucht, mich verwöhnen lassen. Wir haben bei Kaffee und Kuchen bei den Proben des Show-Ensembles zugesehen, nach ein paar Souvenirs Ausschau gehalten und schon mal eine Maschine Wäsche im Waschsalon gewaschen. Das kostet insgesamt vier Euro (waschen und trocknen). Zeitlich drin war auch noch das Sichten der über 2000 Fotos, was immer schon einen ersten Rückblick auf die Reise bedeutet. Und ja: Die Phobie vor der Hyperion-Schiffsklasse ist weg, wir können nun damit umgehen und haben die Tour wirklich genießen können. Und eine Kreuzfahrt im Mittelmeer, die geht immer. Dort sind wir immer wieder gerne unterwegs.

Mit AIDAnova die Schönheit Norwegens erleben

Ab nach Norwegen! Eine Kreuzfahrt in den hohen Norden ist ein besonderes Erlebnis. Atemberaubende Natur auf der einen Seite und Destinationen wie Haugesund, Nordfjordeid, Ålesund und Stavanger auf der anderen Seite. Ziel einer Kreuzfahrt ist aber auch immer das Schiff an sich, das den Urlaubern unzählige Möglichkeiten bietet. So ein Kreuzfahrtschiff ist auch AIDAnova, denn auf ihr wird es nie langweilig und man hat in allen Bereichen – sei es Entertainment, Wellness, Sport oder Kulinarik – eine riesige Auswahl. Man sollte eines aber beachten: AIDAnova ist in den Ferien zwar das perfekte Schiff für Familien, nicht aber für Paare, die Ruhe und Erholung suchen und auf die Ferien als Reisezeit angewiesen sind.

Mit der Bahn nach Kiel, mit dem Aufzug auf Deck 15

Wir entscheiden uns für die Anreise mit der Bahn, die problemlos bis zum Hauptbahnhof in Kiel verläuft. Da es draußen regnet, nehmen wir ein Taxi, und es geht zum Schiff. Da ich eher ein Fan von kleineren Schiffen bin, ist der erste Eindruck von der Nova schon gewaltig. Voller Vorfreude geht es an Bord des imposanten AIDA-Schiffes, wo wir direkt mitten im Trubel landen. Unsere Kabine liegt auf Deck 15, und jetzt zeichnet sich ein Problem ab, das uns die ganze Tour begleiten wird. Nämlich das Warten auf einen Aufzug. 25 Minuten später sind wir aber dann an der Kabine angekommen. Hier fühlen wir uns direkt wohl. Wir haben uns wieder für eine Balkonkabine entschieden, und die ist wirklich großzügig und sehr modern eingerichtet. Zum Auslaufen aus Kiel bleiben wir auch direkt auf unserem Balkon – ein schönes Spektakel und immer ein besonderer Moment einer Reise. Da kribbelt es auch nach so vielen Reisen noch in der Magengegend.

Ein Blick in unsere Balkonkabine auf Deck 15

Tschüss Kiel! Am Abend legt AIDAnova Richtung Norwegen ab

Ein Familienschiff, auf dem es viel zu entdecken gibt

Den nächsten Tag verbringen wir auf See, erkunden AIDAnova und merken schnell, dass ein ausgebuchtes Schiff in dieser Größenordnung nicht durchweg Entspannung bedeuten kann. Wir haben zudem 2000 Kinder an Bord, die aber nicht das Problem sind, sondern vielmehr der konstant hohe Geräuschpegel der vielen Menschen in den öffentlichen Bereichen. Frühstücken im Buffet-Restaurant, was wir sonst lieben, kommt für uns auf dieser Reise nicht infrage, beziehungsweise haben wir es zweimal probiert und dann gelassen. Es gibt auch noch viele andere Restaurants, und auch die Snackbar „Brot & Stulle“ auf Deck 7. Mehrfach haben wir uns dort köstlich belegte Brote, Laugenstangen oder Sandwich-Toasts mit einem Cappuccino geholt und auf unserem Balkon gefrühstückt.

Spannende Entdeckungsreise an Bord von AIDAnova

Alles, was das Entertainmentherz begehrt

AIDAnova ist ein wunderschönes Schiff für 6000 Passagiere. Herzstück ist wie auf der Sphinx-Klasse das Theatrium, aber drumherum gibt es alles, was das Unterhaltungsherz begehrt. So gibt es an Bord mit dem Studio X das erste schwimmende TV-Studio, in dem außergewöhnliche Shows produziert werden. Beste Unterhaltung bieten die AIDA-Stars. Ein spannendes Familienevent ist der Mystery Room. Im überdachten Four Elements auf dem Activity Deck kommt Dschungelfeeling auf. Wasserrutschen und ein Klettergarten sorgen für Nervenkitzel auf Kreuzfahrt. Also, auch wenn das Wetter nicht mitspielt, gibt es viel zu entdecken.

Dinner-Show „Time Machine“ in tollem Ambiente

AIDAnova bietet mit 17 Restaurants an Bord alles, was das kulinarische Herz begehrt. Die feine Küche ist ebenso gegeben wie der genüssliche Biss in einen perfekten Burger. Wir haben verschiedene Restaurants an Bord besucht, diese Vielfalt ist echt großartig. Besonders gut gefallen hat es uns im italienischen Restaurant „Casa Nova“ und im Fisch-Restaurant „Ocean‘s“. Am letzten Abend haben wir das Restaurant „Time Machine“ gebucht, das verbunden ist mit einer Dinner-Show. Von dieser Show hatten wir im Vorfeld von vielen Seiten gehört, dass sie echt super sein soll. Wir fanden das Ambiente richtig gut, und die Show und auch das Essen waren okay. Das Essen in anderen Restaurants an Bord hat uns aber definitiv besser geschmeckt. Aber alles in allem dennoch ein besonderer Abend. Die Show kann man für 29 Euro buchen.

Mit dem Sightseeingbus durch Haugesund

Erstes Ziel der Kreuzfahrt ist Haugesund, ein charmantes Städtchen, das man gut mit dem Hop-on-Hop-off-Bus entdecken kann. Diese Art des Sightseeings mögen wir sehr, denn so kann man sich einen kompletten Überblick verschaffen. Die gotische St. Olav’s Kirche und der idyllische Königsgarten laden zu entspannten Spaziergängen ein, während das Haraldshaugen-Denkmal auf dem Haraldsfjellet Hügel die Besucher mit seiner historischen Bedeutung in seinen Bann zieht. Das Tagesticket für den Bus hat ca. 39 Euro pro Person gekostet; wir haben es direkt am Bus gekauft. Es lohnt sich, das Ticket vorher im Internet zu kaufen, das ist günstiger..

Idyllischer Liegeplatz in Nordfjordeid

Von Haugesund geht es mit AIDAnova nach Nordfjordeid: Das Schiff liegt hier mitten im Fjord, und für uns geht es zu Fuß zum Wikinger-Museum. Das Museum an sich ist sehr schön, denn dort wartet ein 30 Meter langes Wikingerschiff darauf, erkundet zu werden. Unser Tipp ist es, nicht erst mittags das Schiff zu verlassen, sondern direkt nach dem Frühstück loszuziehen. Wir haben das Museum, das fußläufig entlang des Fjordes leicht zu erreichen ist, mittags besucht, und es war einfach viel zu voll. Der Eintritt in das Museum kostet pro Erwachsenen ca. 20 Euro. Nordfjordeid ist ein echt toller Foto-Spot, und das Wetter war einfach mega, sodass wirklich schöne Bilder entstanden sind.

Wikinger-Museum in Nordfjordeid

Nächster Stopp ist die malerische Hafenstadt Ålesund

Ålesund ist eine malerische Hafenstadt, die mit ihrer einzigartigen Architektur im Jugendstil beeindruckt. Nach einem Brand im Jahr 1904 wurde die Stadt wiederaufgebaut und ist heute ein Schmuckstück an der norwegischen Küste. AIDAnova liegt sehr zentral. Für diesen Tag haben wir einen Ausflug über AIDA gebucht. Für uns geht es zunächst in ein Freilichtmuseum, das wir auf eigene Faust erkunden. Spannend wird es, als wir auf den Hausberg Aksla fahren. Dort hat man einen spektakulären Panoramablick über die Stadt.

AIDAnova und MSC Euribia gemeinsam in Alesund

Unten sind AIDAnova und MSC Euribia zu sehen, die an diesem Tag auf einen Schlag 12.000 Passagiere in die Stadt gebracht haben. Auf den Aksla-Berg kann man übrigens auch über einen Zickzackweg hinauf wandern, aber auch hier gilt: Direkt runter vom Schiff und los, denn später am Tag ist der Wanderweg derart voll, dass es zu langen Fußgänger-Staus kommt. Das konnten wir gut von unserem Balkon beobachten. Da waren wir gerne faul und sind mit dem Bus hochgefahren, denn als wir oben waren, war wirklich noch niemand dort, und wir hatten die Aussichtsplattform für uns allein.

Moderne Eleganz und alte Traditionen

Stavanger ist der letzte Hafen der Norwegen-Kreuzfahrt: Die viertgrößte Stadt Norwegens vereint moderne Eleganz mit alten Traditionen. Besonders sehenswert ist die historische Altstadt mit ihren charmanten weißen Holzhäusern, die sich genau gegenüber dem Schiff befinden. Viele Reisende haben einen Ausflug zum Preikestolen gebucht, einem der bekanntesten Felsvorsprünge Norwegens, der atemberaubende Ausblicke über die Lysefjord-Region bietet.

Eine Altstadt mit besonderem Charme

Wir haben uns für einen Besuch des Archäologischen Museums und einer anschließenden Panoramafahrt entschieden. Der Ausflug war okay, aber mehr auch nicht, denn das Museum ist recht klein. Zurück am Schiff aber sind wir durch die Altstadt gelaufen, was uns im Grunde gereicht hätte. Die Holzhäuser haben einen besonderen Charme, und in direkter Nähe zum Liegeplatz der Nova gibt es zudem die Möglichkeit zum Shoppen. Das nächste Mal würden wir einen der Ausflüge zum Preikestolen buchen oder einfach im direkten Umfeld von AIDAnova bleiben, weil es einfach genug zu sehen gibt.

Traumhaftes Farbspiel am Himmel

Eine tolle Reise, für uns aber zum falschen Zeitpunkt

Das Auslaufen aus Stavanger war das Schönste der ganzen Reise, denn die faszinierende Fjordlandschaft war in ein sagenhaftes Licht getaucht, dass es echt ein Genuss war. Das war für mich der herausragendste Norwegen-Moment der ganzen Tour. Alles in allem ist die Tour sehr schön, und wir würden sie auch nochmal machen. Aber eben nicht mit einem Schiff dieser Größenordnung in der Ferienzeit. Das hatten wir im Vorfeld nicht bedacht, weil wir schon mehrfach in den Ferien unterwegs waren. Aber eben auf kleineren Schiffen.

AIDA Cruises bietet verschiedene Biketouren an.
Wellness ist ein großes Thema an Bord.
Umleidekabine: Auch hier sieht man die Liebe zum Detail.

Glücksgefühle zwischen Walen und Wasserfällen in Island

Atemberaubende Naturerlebnisse in Island und auf dem Nordatlantik, besonderer Nervenkitzel im Wasserflugzeug über Kopenhagen und ein Schiff, das seinen Passagieren einiges bietet, aber nicht das Gefühl eines überladenen Jahrmarktes vermittelt. Mit der Vasco da Gama von Nicko Cruises geht es für 15 Tage auf eine spannende Kreuzfahrt, die verbunden ist mit beeindruckenden Erlebnissen und fünf Seetagen, die gezeigt haben, was die Natur für eine Kraft hat. Die Seereise führte von Warnemünde über Kopenhagen, Göteborg und Kristiansand nach Island und über Bergen nach Kiel. 

Hallo Vasco da Gama in Warnemünde!

Bei der Anreise habe ich mich für die Bahn entschieden, was hervorragend funktioniert hat. Mit dem Zug ging es über Rostock direkt nach Warnemünde. Dort hält die S-Bahn direkt am Kreuzfahrtterminal. Auch wenn die Gastro am Kreuzfahrer-Treff Pier 7 immer für einen Stopp gut ist, zieht es mich direkt an Bord der Vasco da Gama. Die Vorfreude ist riesig, denn die Tour ist gespickt mit vielen Highlights. Zudem ist es ein für mich neues Schiff. 

Eine Kabine zum Wohlfühlen

Koffer abgegeben und los geht es zum Check In. Die Kabinen sind bereits bezugsfertig, meine Balkonkabine liegt auf der Backbordseite auf Deck 9. Meine Kabine ist 20 Quadratmeter groß, und schon der erste Blick verrät: Hier kann ich mich wohlfühlen. Doppelbett, Sofa, Schreibtisch – alles da, und auch genügend Stauraum für den Inhalt meines vollbepackten Koffers. Richtig toll ist der Balkon mit superbequemen Lounge-Möbeln. Der Blick ins Bad begeistert leider weniger, denn bei den Renovierungsarbeiten ist das Bad nicht berücksichtigt worden. Alles ist blitzeblank, aber eben altmodisch. Eine klassische Dusche gibt es in meiner Kabine nicht, dafür aber eine Badewanne mit hohem Einstieg, die für ältere Passagiere ein Problem darstellen könnte. Ich komme gut klar und freue mich trotz des älteren Bades über eine schöne Kabine. Als wir Warnemünde am Abend verlassen, ist die Stimmung großartig, denn diese Kreuzfahrt verspricht wegen der aufregenden Route eine ganz besondere zu werden.

Wir verlassen Warnemünde.

Fantastisches Erlebnis: Kopenhagen aus der Vogelperspektive

Erstes Ziel ist die dänische Hauptstadt Kopenhagen. Ich bin ein wenig aufgeregt, denn dort habe ich mich im Vorfeld der Reise schon für einen großartigen Ausflug entschieden. Es geht in die Luft – mit einem Wasserflugzeug. Der Weg zum Wasserflugzeug ist kurz, denn in direkter Nähe zur Kleinen Meerjungfrau geht es los. Die Nervosität wächst, aber zumindest sieht das Flugzeug super aus. Gut in Schuss eben, und knallrot.

Einsteigen bitte! Zunächst geht es gemütlich über das Wasser, ehe der Flieger dann ordentlich Fahrt aufnimmt. Das Wasser wirbelt auf, das Wasserflugzeug hebt ab, und es geht auf eine Höhe von 500 Metern. Was für ein Spaß! Wir kreisen 30 Minuten über Kopenhagen, und aus dieser Perspektive habe ich die Highlights der dänischen Hauptstadt auch noch nicht gesehen. Zudem drehen wir eine Runde über unserer Vasco da Gama und den anderen Kreuzfahrtschiffen im Hafen. Wir haben den Ausflug über Nicko Cruises gebucht und hatten da natürlich den Transfer zum Startpunkt drin. Da das Wasserflugzeug fußläufig (ca. 15 Minuten vom Liegeplatz der Vasco da Gama) erreichbar ist, geht das auch auf eigene Faust und ist damit günstiger. Tickets kann man hier buchen: www.seaplanes.dk.

Die Vasco da Gama nimmt Kurs auf Göteborg

Von Dänemark nach Schweden: Nächster Stopp der Kreuzfahrt ist das schwedische Göteborg. Uns zieht es an diesem Tag ins bekannte Volvo-Museum direkt gegenüber der Pier. Jeder Autofan ist hier gut aufgehoben, denn es ist eine spannende Zeitreise, auf sich die Besucher des Museums begeben können. Zudem kann man in direkter Nähe des Schiffes eine schöne kleine Runde zu Fuß drehen und am Leuchtturm verweilen. Dort hat man einen schönen Blick auf das Schiff. Freude kommt auch beim abendlichen Auslaufen auf, denn verabschiedet wurden wir von einer schwedischen Folkloregruppe.

Ein Elch begrüßt die Passagiere im norwegischen Kristiansand

Nächster Stopp der Vasco da Gama ist Kristiansand in Norwegen. Kreuzfahrt-Fans, die dort schonmal unterwegs waren, kennen ihn alle: Die Elch-Figur am Liegeplatz, der für alle ein begehrtes Fotomotiv ist. An diesem Tag spielt das Wetter das erste Mal nicht mit, fast durchgängiger Regen ließ eine längere Tour kaum zu. So geht es einmal kurz durch die Stadt, um sich dann wieder ein gemütliches Plätzchen auf dem Schiff zu suchen.

Überdachter Poolbereich als echtes Highlight an Bord

Gemütliche Plätze gibt es an Bord tatsächlich sehr viele. Besonders schön, wenn man Menschen um sich herumhaben möchte, ist der überdachte Poolbereich mit vielen gemütlichen Liegen, Liegeinseln und bequemen Sitzecken auf dem Lido Deck. In direkter Nähe befinden sich eine Bar, die Eisdiele „Cappuccinos“ und die Snack-Bar „Al Fresco Grill“. Sehr praktisch, dass gar keine langen Wege notwendig sind.

Die Weite des Meeres

Zwei Seetage bis Island. Alle freuen sich auf eine entspannte Zeit. Die wird es auch zunächst. Was gibt es Schöneres, als oben auf Deck entlangzulaufen und die Weite des Ozeans zu spüren? Das ist aber nur am ersten Seetag möglich. Für diesen Tag habe ich auch einen Termin im Spa für eine Kosmetikbehandlung gebucht. Das kann ich wirklich empfehlen, denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des „Jade Spa“ auf der Vasco da Gama sind großartig. Das war so entspannend, dass ich mir gleich einen zweiten Termin für einen weiteren Seetag gegen Ende der Reise gebucht habe.

Die Vasco da Gama kämpft sich durch den Sturm

Apropos Entspannung: Mit der ist es plötzlich schlagartig vorbei. Bereits in der Nacht vor dem zweiten Seetag zieht ein mächtiger Sturm mit Windgeschwindigkeiten bis zu 104 km/h auf. Dazu kommen sechs Meter hohe Wellen, die wir deutlich spüren. Da sich an Bord auch viele ältere Gäste befinden, gibt es da durchaus Schwierigkeiten, denn schon das normale Gehen von A nach B wird zu einem großen Problem. Das Wetter ist ungemütlich, und das Betreten der Außendecks ist phasenweise nicht möglich. Die Crew gibt aber jederzeit alles, um allen die Zeit so angenehm wie möglich zu machen. Der Seegang war zwischenzeitlich richtig heftig. Den spürt man auf einem kleinen Schiff wie der Vasco da Gama dann schon sehr. Andererseits gibt es auch eine Art Faszination von der Kraft der Natur.

Island: Einzigartige Natur mit den beeindruckendsten Wasserfällen der Welt

Island – diese wundervolle Insel war eindeutig der Grund, diese Kreuzfahrt zu unternehmen. Island im Nordatlantik verzaubert Besucher aus aller Welt mit unvergleichlicher Schönheit. Dieses einzigartige Juwel der Natur bietet eine Fülle von natürlichen Wundern. Von majestätischen Gletschern bis zu geothermischen Quellen, von beeindruckenden Wasserfällen bis zu geruchsintensiven Lavafeldern – Islands Schönheit ist vielfältig und faszinierend. Es ist die Heimat einiger der beeindruckendsten Wasserfälle der Welt. Island ist nicht nur ein Ort für spektakuläre Naturphänomene, sondern auch für eine reiche Tierwelt. Schon im Vorfeld der Reise habe ich mich auf die Papageientaucher gefreut, und diese Tour war für mich verbunden mit dem riesigen Wunsch, Wale beobachten zu können.

Zu Fuß durch Reykjavik

Aufgrund der Wettersituation sind wir mit vierstündiger Verspätung und somit zweieinhalb Tagen auf See am frühen Abend in Reykjavik angekommen. Viele Kreuzfahrtgäste nutzen an diesem Tag den kostenlosen Shuttlebus bis in die Stadt hinein. Zum ersten Mal auf der Kreuzfahrt dürfen auch die dicke Jacke und die Mütze nicht fehlen. Reykjavik – was macht diese Stadt aus? Die meisten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen der Stadt sind bequem zu Fuß erreichbar, und so geht es vorbei an einem Hurtigruten-Schiff in die Innenstadt. Tolle Architektur, schöne Geschäfte und selbstverständlich die „Regenbogen-Straße“ – uns hat diese Stadt auf den ersten Blick gut gefallen, und wenn man hört, dass die Einheimischen für ihre Freundlichkeit und Gastfreundschaft bekannt sind, gibt es noch mehr Sympathiepunkte.

Über die Regenbogenstraße bis zur Hallgrímskirkja

Eine skurrile Begegnung: Mitten in einem Geschäft liegt eine Katze auf einem Verkaufstisch und hat es sich auf warmen Schals bequem gemacht. Daneben ein Hinweisschild, dass man sich nicht wundern solle, denn die Katze lebe dort. Da hat jemand ein Herz für Tiere und ist damit bei mir genau richtig. Zu Fuß geht es die Regenbogenstraße hinauf bis zur Hallgrímskirkja, der berühmten Kirche Reykjaviks, die ihre Schönheit besonders zeigt, wenn sie von der Sonne angestrahlt wird. Dort oben ist uns die Idee gekommen, statt mit dem Shuttle-Bus mit E-Scootern zurück zum Schiff zu fahren. Die kann man in Reykjavik von verschiedenen Anbietern mit der Kreditkarte in Bewegung setzen. Es hat einen Riesenspaß gemacht, direkt am Wasser zurück zur Vasco da Gama zu fahren, natürlich mit verschiedenen Souvenirs in der Tasche und dem Wissen, dass er am nächsten Tag auf große Erkundungstour geht.

Ausflug Golden Circle: Erstes Ziel ist der Pingvellir Nationalpark

Über Nicko Cruises haben wir den Ausflug „Golden Circle“ gebucht. Vorab: Das war die richtige Entscheidung. Der „Golden Circle“ verbindet einige der spektakulärsten Naturschönheiten miteinander. Der Pingvellir Nationalpark gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und liegt in einer beeindruckenden geologischen Umgebung, wo die eurasischen und nordamerikanischen tektonischen Platten auseinanderdriften, was zu imposanten Schluchten und Spalten führt. Es war spannend, dort durchzulaufen, und ich kann verstehen, dass dort auch immer wieder Wandergruppen unterwegs sind. Es ist ein Paradies für Wanderer und Naturliebhaber gleichermaßen.

Auf zum berühmten Geysir

Mächtig beeindruckt geht es zur nächsten Station: Das Geothermalgebiet rund um Geysir und Strokkur ist eine wahre Sensation. Geysir, der Namensgeber für alle Geysire der Welt, ist zwar nicht mehr so ​​aktiv wie früher, aber Strokkur schießt immer noch alle fünf Minuten beeindruckende Wasserfontänen bis zu 30 Meter hoch in die Luft. Die Vorfreude auf den nächsten Ausbruch ist förmlich zu spüren, und das Schauspiel ist ein beliebtes Fotomotiv für die Touristen, die das besondere Naturschauspiel nicht verpassen möchten. Niedlich anzusehen auch der „Mini Geysir“ auf dem Weg zum großen Geysir.

Der „goldene“ Wasserfall Gullfoss als krönender Abschluss

Nächster und letzter Stopp des fast neunstündigen Ausflugs, der auch ein gutes Mittagessen beinhaltete, ist der Gullfoss-Wasserfall: Der Name „Gullfoss“ bedeutet „Goldener Wasserfall“, und dieser Name ist absolut gerechtfertigt. Der Gullfoss ist einer der spektakulärsten Wasserfälle Islands und stürzt sich in zwei Stufen in eine tiefe Schlucht. Die enorme Wassermenge und die Naturkulisse drumherum machen diesen Wasserfall einzigartig. In den Wintermonaten friert der Wasserfall teilweise ein und verwandelt sich in ein beeindruckendes Eisgebilde. Wir haben an dem Tag das Donnern des Wasserfalls begeistert vernommen und eine ordentliche Portion Wasser abbekommen, aber das war es auf jeden Fall wert.

Beeindruckender Gullfoss-Wasserfall
Die Kraft der Natur: Atemberaubend!

Grundarfjördur: Auf der Suche nach den Papageientauchern

Nächster Stopp auf Island ist Grundarfjördur. Auch auf diesen Hafen habe ich mich sehr gefreut, denn hier können wir noch ein bisschen mehr in die Natur eintauchen. Für uns geht es auf einen Bootsausflug in die Breiðafjörður-Bucht. Wir machen uns auf, um die Vogelwelt zu beobachten. Ich wollte unbedingt Papageientaucher sehen, und als die ersten an uns vorbeifliegen, bin ich schon glücklich. Aber es kommt noch besser. Mit dem Boot geht es zu kleinen Inseln und Klippen, wo wir schon von weitem das Schreien der Möwen vernehmen. Mit dem Boot fahren wir so nah wie möglich daran, ohne die Tiere zu stören. Viele Jungtiere hängen mit ihren Eltern in der Felswand, das ist krass zu sehen. Weitere Attraktionen sind die Kormorane, die ich gedanklich in dieser Region eigentlich gar nicht auf dem Schirm hatte. Höhepunkt der Tour ist aber zweifelsohne der Bereich rund um die Papageientaucher-Inseln. Hier kommen wir diesen besonderen Tieren wirklich nah, mein Herz sprang vor Freude.

Meeresfrüchte auf Wikingerart

An Bord des Ausflugsbootes erwartet uns noch eine besondere Überraschung, beziehungsweise nannte sich der Ausflug bereits „Meeresfrüchte auf Wikingerart“. Darunter können wir uns zunächst nicht sehr viel vorstellen. Tatsächlich ist es so, dass verschiedene Meeresfrüchte direkt vom Boden des Fjords mit einer Schaufel an Deck gehoben werden. Wer will, kann zum Beispiel Muscheln direkt probieren. Frischer geht es wohl nicht, aber meins ist es nicht. Insgesamt fand ich diesen Ausflug toll, der von Nicko Cruises für 245 Euro pro Person angeboten wurde. Das ist viel Geld, ich finde es daher immer wichtig, auch bei lokalen Anbietern zu schauen, was die an Ausflügen im Angebot haben.

Mein Herz geht auf: Wale vor Isafjördur entdeckt

Isafjördur: Was soll ich sagen? Eines ist sicher. Diesen Tag werde ich in meinem ganzen Leben nie vergessen, denn es wartet ein sehr spannendes Abenteuer auf uns. Wir hatten eine Speedboot-Tour (RIB-Boot) gebucht, und auch die Tatsache, dass die Außentemperatur gerade mal zwei Grad Celsius beträgt, trübt die Stimmung nicht. Fußläufig haben wir die Anlegestelle des Speedboots in zehn Minuten erreicht. Dort heißt es erstmal für uns, in einen gegen Kälte und Nässe schützenden Overall zu springen. Damit sind wir sehr gut beraten, denn als das Boot losfährt, merken wir schnell, das wird eine etwas ungemütliche Angelegenheit.

Aber egal, die Euphorie ist sehr groß. Unbedingt wollen wir Wale aus nächster Nähe sehen. Wir sind mit dem Boot rausgefahren und haben dann an einer Stelle gewartet, bis einer von uns etwas „Verdächtiges“ gesehen hat. Dann sind wir mit dem Boot dorthin. Tatsächlich haben wir an diesem Tag gleich mehrere Wale gesehen, was mich tief im Herzen berührt hat. Die Tiere waren jeweils nur ein paar Meter von unserem Boot entfernt, das Eintauchen der großen Schwanzflossen waren Gänsehautmomente, die ich wohl so schnell nicht wieder erleben werde. Auch der dritte Tag auf Island ist ein gigantisches Erlebnis.

Auf in den Norden nach Akureyri

Die Vasco da Gama macht sich auf Richtung Norden und läuft am vierten Island-Tag Akureyri an. Wieder steht für uns ein Ausflug an, um die „Juwelen des Nordens“ zu besuchen. Zunächst geht es an den Myvatn-See, danach zum Dettifoss-Wasserfall, der sich aber im dichten Nebel nicht wirklich zeigen konnte. Gegen das Wetter macht man nichts, aber es ist erstaunlich, wie schnell es auch wieder umschlagen kann, denn bei den Schwefelfeldern im Geothermalgebiet Hverir haben wir plötzlich wieder strahlend blauen Himmel. Es erinnert in Teilen an eine Mondlandschaft, aber der Geruch ist kaum auszuhalten. Letztes Ziel des Ganztagesausflugs ist der Godafoss-Wasserfall, der ebenfalls mit enormer Kraft daherkommt und ein perfektes Fotomotiv ist.

Zurück auf dem Schiff müssen die Eindrücke der vergangenen vier Tage erstmal ein wenig sacken. Island hat mich wieder verzaubert, und für mich steht auf jeden Fall fest, dass ich wiederkommen werde. So ein wundervolles Fleckchen Erde.

Zwei Seetage über den Nordatlantik bis nach Bergen

Für die Vasco da Gama folgen zwei Seetage bis nach Bergen in Norwegen. Alle Passagiere sind gespannt, ob es wieder durch so ein Sturmtief geht oder ob wir vielleicht noch ein paar Stunden an Deck genießen können. Tatsächlich ist es so, dass es Richtung Norwegen immer wärmer wird und man durchaus auch mit einem Kaffee oder einem Cocktail in der Hand gemütlich draußen sitzen und ein bisschen Sonne tanken kann.

Toller Blick vom Ulrikenberg über Bergen

In Bergen entscheiden wir uns, mit einem Taxi zum Ulrikenberg zu fahren. Mit der Seilbahn geht es nach oben, ganz Sportliche können aber auch einen ziemlich steilen Wanderweg mit vielen Treppen nutzen, um zur Aussichtsplattform zu kommen. Dort oben hat man einen schönen Blick über Bergen. Wieder in der Stadt angekommen, folgt noch ein Bummel durch das historische Zentrum Bryggen, ehe es langsam wieder zurück zum Schiff geht. Es herrschte schon so etwas wie Aufbruchstimmung, denn nach einem weiteren Seetag ist die 15-tägige Reise mit der Vasco da Gama in Kiel auch schon wieder vorbei.

Die Vasco da Gama ist ein echtes Wohlfühlschiff

Die Vasco da Gama ist ein Schiff, das nach umfangreichen Renovierungsarbeiten in neuem Glanz erstrahlt. Ich muss sagen, dass ich mich wirklich wohl auf dem Schiff gefühlt habe, was natürlich auch daran liegt, dass wir nur mit 800 Passagieren – möglich sind 1000 – unterwegs waren. Das Schiff hat viele stylische und auch sehr gemütliche Bereiche, die große Aufenthaltsqualität haben.

Gut gefallen haben mir auch die verschiedenen Restaurants. Deutlich abgefallen ist das Buffetrestaurant „Club Bistro“, das einfach viel zu wenig Auswahl bietet. Das Frühstücksbuffet war vollkommen in Ordnung, zu den anderen Mahlzeiten war es doch ein bisschen schwieriger. Richtig gut im Buffet-Restaurant war allerdings die Wok-Station, wo man seine Zutaten aussuchen und zusammenmischen lassen konnte, die dann frisch zubereitet wurden.

Internationale Küche, die begeistert

Hervorheben möchte ich auf jeden Fall das Spezialitätenrestaurant „The Grill“, das aufpreispflichtig ist. Hier bekommt man grandiose Steaks und verschiedene richtig leckere Beilagen. Pro Person muss man mit etwa 25 Euro rechnen, inklusive Vorspeise und Dessert. Aber auch die anderen Bedien-Restaurants „Waterfront“, „Mediterranean“ und „Fusion“ waren sehr gut, und wir haben während der Reise fast täglich durchgewechselt. Die Mahlzeiten hier sind im Reisepreis inkludiert. Eine besondere Erfahrung war zudem ein typisches indisches Dinner im Fusion Restaurant. Dafür musste ein Aufpreis von 25 Euro bezahlt werden, aber wer ausgefallene Küche mag und mal etwas Neues ausprobieren möchte – klare Empfehlung!

Shows, Solokünstler und Sandmalerei

In den Bars und vor allem in der Hollywood Show Lounge gibt es immer ein unterhaltsames Bordprogramm. So hatten wir das Duo Klaus & Klaus und Olaf, der Flipper mit an Bord, zudem auch eine großartige Sandkünstlerin. Weiterhin gibt es ein Show-Ensemble, das regelmäßig aufgetreten ist, aber nicht so meins war. Aber ich denke, vielen anderen hat es gefallen. Live-Musik gab es vor allem in der Bar „The Dome“, wo abends richtig was los war und alle einen riesigen Spaß hatten. Sich tagsüber dort niederzulassen, ist ebenfalls eine gute Idee. Die Sicht ist fantastisch und das Mobiliar sehr bequem.

Danke an eine großartige Crew

Was ich aber zum guten Schluss unbedingt noch erwähnen möchte, ist die hervorragende Leistung der Crew. Alle waren sehr freundlich und immer um den Gast bemüht, ohne aufdringlich zu sein. Das hat mir sehr gut gefallen. Es haben sich viele Gespräche am Rande ergeben, für die ich sehr dankbar bin. Alles in allem würde ich diese Reise sofort nochmal machen. Abenteuer, Entspannung, Natur, Unterhaltung – alles perfekt vereint.

Hier geht es zur Website von Nicko Cruises

Die Reise findet ihr auch in bewegten Bildern in meinen Instragram-Highlights .

TRANSAMERIKA: Trolle, Wale und Miss Liberty

Skyline New York

Von Hamburg nach New York:  18 Tage, viel Natur und ein Koffer, in dem einfach alles ist: Der Bikini, Shorts und T-Shirts, aber auch Winterjacke, Mütze, Handschuhe und ein dicker Schal. Auf dieser Reise muss man auf jedes Wetter gefasst sein. In Hamburg wartete die AIDAdiva auf uns, ein Schiff der Sphinx-Klasse, auf dem wir schon mehrere Male unterwegs waren. Willkommen zu Hause!

Continue reading