Wir sind mitten in die Jalta-Konferenz geplatzt, allerdings waren die Hauptdarsteller nicht mehr da… 

und wir haben das Schwalbennest auch von der Wasserseite gesehen, weil Kapitän Vincent Cofalka eine Schleife für uns gefahren ist. In Socchi/Russland sind wir quasi an Land abgesoffen, aber immer der Reihe nach.

Alle guten Dinge sind 13… nicht auf den AIDA-Schiffen, aber bei mir schon…

2011:  
Es war insgesamt meine 13. Tour mit einem Kussmundschiff, und es sollte eine ganz besondere werden…

Als Individualreisende kamen wir schon einen Tag früher in Antalya an – Zeit, um die Altstadt Antalyas zu erkunden, aber wenn ich ehrlich bin, geschah das nur halbherzig… ihr wisst, wie es ist: Ich will auf’s Schiff! Aber dann, tags drauf: Ein Taxi bestelllt, ab zur Aura: Willkommen zuhause! Wir sind wieder da. Auf dieser Reise traf ich Sandrina wieder, die mit mir in den Top 20 der Taufpatinnen-Anwärterinnen um den Titel gekämpft hat… sie ist mit ihrer ebenfalls Aida-verrückten Family da.

Eines vorab: Antalya war heiß – so heiß, dass wir wirklich froh waren, endlich in See zu stechen… der entspannte erste Seetag war wunderbar, und da dachten wir noch, ach was haben wir noch viel Zeit… von wegen, die Reise – ihr kennt es – verging wie im Flug…

Carmen

Erstes Ziel war Izmir in der Ägäis, und wir erkundeten bei 28 Grad das frühere Königreich Pergamon, kletterten zwischen den „alten Steinen“ – würde Captain Out (Dieter Wieprecht) jetzt sagen – umher. In die Geschichte einzutauchen, ist für uns immer spannend, vor allem, wenn es dann auch noch viel zu fotografieren gibt. Die Ruinen des Trajan-Tempels, die Überreste des sehr steilen Theaters und der Platz, wo einst der Pergamonaltar stand, lassen die Bedeutung der antiken Stätte erahnen.

AIDAdiva

In Izmir haben wir zudem die Diva getroffen – ein Schwesterntreffen hatte ich noch nicht erlebt… wir sind vor der Diva von Izmir weg, und man hat uns würdig verabschiedet. Das war so ein bewegender Augenblick, das möchte ich nochmal erleben. La-Ola-Wellen auf der Diva, ein Tränchen angesichts des besonderen Moments auf der Aura.

Istanbul – die Metropole am Bosporus – hielt uns die nächsten beiden Tage in Bewegung… da wir schon mal mit AIDA in Istanbul waren, zogen wir jetzt auf eigene Faust los, und das war gut so… ganz in Ruhe die Hagia Sophia zu erkunden, das macht Spaß. Verweilen, staunen, ganz ohne Druck das nächste Ziel zu erreichen. Auch die Zisternen haben wir uns angeschaut, Wahnsinn! Natürlich ist auch die Blaue Moschee ein Muss, aber die hatten wir bereits ausführlich erkundet. Der Besuch des Basars lohnt sich immer, und ein paar Schuhe waren meine Beute. 

Richtig spannend war das Auslaufen aus Istanbul Richtung Schwarzes Meer. Die Bosporuspassage ist Wahnsinn! Immer wieder! Unter den Brücken, die Europa und Asien verbinden, duckte sich die Aura her… schön…

Sentimental wurden vor allem die Frauen direkt im Schwarzen Meer, als die Aura von zahlreichen Delfinen begrüßt wurde. Herzlich willkommen im neuen AIDA-Areal! Socchi in Russland war das erste Ziel, das nicht nur von den Gästen mit Spannung erwartet wurde. Schließlich war noch kein Aida-Schiff (auf offizieller Tour) im Schwarzen Meer. Dazu komme ich aber später… 

Socchi… was soll ich sagen – Regen!!! Der Vormittagsausflug schaffte es noch trocken aufs Schiff zurück, die Nachmittagstouren soffen förmlich ab. Ich hasse Regenschirme und hatte mich so nur mit einem Basecap auf dem Kopf auf die Tour begeben. Das sollte ich bereuen. Die erste Kirche erreichten wir noch fast trocken, doch dann ging es ab. Wir mussten den Ausflug abbrechen und wurden mit heißem Tee und Handtüchern auf der Aura empfangen.

Jalta /Ukraine auf der Krim war für uns ein Highlight der Reise. Mit einem Taxi haben wir die Sehenswürdigkeiten abgefahren, das war super und hat für uns beide zusammen gerade mal 50 Euro gekostet. Im Liwadija-Palast erlebten wir die Jalta-Konferenz nochmal, in der Alexander-Newski-Kathedrale waren wir so ehrfürchtig, dass uns der Atem stockte. Wunderschön! Und ein Besuch des tollen Aussichtspunktes Schwalbennest durfte natürlich nicht fehlen.

Odessa/Ukraine: Ein Traum. Die Aura parkte quasi direkt in der Stadt, und dass dort schon mal ein Aida-Schiff gelegen hat, bewies eine Postkarte. Ein junger Ukrainer verkaufte Postkartensets vor der wunderschönen Oper, und AIDA-Fans erkennen ein Schiff aus der Flotte sofort… hehe…. aufgeflogen. AIDA war wirklich schon mal dort, als die Vita gechartert wurde. Das hatte man uns nicht gesagt. Auf den Spuren von Katharina der Großen tauchten wir gerne in die Historie ein, standen ehrfurchtsvoll an den Potemkinschen Treppen. Mein Highlight war die prunkvolle Oper mit ganz viel Glitzer und Gold.

Varna in Bulgarien war ein schönes Ziel, aber für mich nicht der schönste Halt… wir besuchten einen großen Steingarten und hatten Spaß mit einer Folkloregruppe – ein schöner Aida-Ausflug. Toll war es, dass die Aida direkt in der Nähe eines großen Strandes gelegen hat und nachmittags fast alle noch einen Sprung in die Fluten wagten. Leicht zu erkennen am gelb-weißen Handtuchlager am Strand 😉

Und dann kam sie wieder: Die schöne Bosporuspassage auf dem Rückweg vorbei an Istanbul. Mit einem Kaffeebecher in der Hand saß ich am Heck. Genießerzeit. Auch die Passage durch die Dardanellen war wunderbar, und als nächstes Ziel steuerten wir Thessaloniki in Griechenland an. Unser Highlight war das Archäologische Museum. Tja, und nachmittags folgte dann der Besuch beim Schiffsarzt. Die Klimaanlage auf der Aura hat mich wieder mal geschafft.

Zuckersüß präsentierte sich am nächsten Tag das griechische Inselchen Samos. Nicht nur unser Kapitän war überrascht, dass die Pier für die Aura viel zu kurz war… wir hatten wieder Genießerzeit und verzogen uns an eine kleine Bucht… Kristallklares Wasser sorgte für tolles Badevergnügen – mit schönem Blick auf die Aura.

Immer wieder gerne laufen wir Rhodos an, die Aura liegt da so zentral, dass man ganz bequem in die Altstadt gehen kann… Shopping! Kaffee trinken, Leute beobachten und sich auf dem Schiff dann für den Farewellabend fertig machen… Tja, und da war er wieder, der Hummer als Buffet-Highlight, der aber auch die Gewissheit bedeutete, dass es zurück nach Antalya ging.

Und dann hieß es wieder warten: Auf die nächste Tour… Nach der Reise ist vor der Reise! Wir hatten eine tolle Zeit, haben entspannt, gefeiert, geschlemmt, gelacht und gestaunt: Über die Unarten einiger Gäste… setzt Euch mal eine halbe Stunde in die Nähe der Rezeption… „Wieso bekommen wir kein Geschenk von Aida? Wir haben Silberhochzeit“…. und und und. Aber es war lustig. So wie die ganze Reise. Das Showensemble war super, der Comedian Robert Loius Griesbach auch. Und jetzt hätt ich gerne einen Cocktail…

Einen „Sunrise“ bitte! Auf AIDAsehn!