Mit wunderschöner VIVA TWO auf Donau-Kreuzfahrt

Ein Schiffsneubau, eine spannende Route und die Aussicht auf gutes Wetter sind gleich drei Gründe, sich auf eine Reise zu freuen. Mit der schönen VIVA TWO, die erst am 23. März in Düsseldorf getauft wurde, geht es auf Metropolentour auf der Donau. Start der Flusskreuzfahrt ist Wien in Österreich. Von dort aus geht es nach Esztergom, Budapest (beides Ungarn), Bratislava (Slowakei), Krems, Linz und Engelhartszell (alle Österreich) und wieder zurück nach Wien. 

Die Entscheidung für die Anreise mit dem Flugzeug fiel schnell, denn viel teurer ist der Flug auch nicht. Aber dafür schneller. Der Flug von Düsseldorf dauerte noch nicht mal eineinhalb Stunden. Am Flughafen Wien haben wir uns direkt ins Taxi gesetzt. Die Fahrt zum Anleger am Handelskai hat 50 Euro gekostet, in 30 Minuten waren wir da. Man hätte auch mit der Bahn zum Hauptbahnhof fahren können und dann mit dem Taxi weiter zum Schiff. Das war uns aber zu umständlich. Willkommen an Bord der VIVA TWO!

Kabine mit modernem Interieur zum Wohlfühlen

Am Handelskai in Wien liegt ein Flusskreuzfahrtschiff neben dem nächsten, aber wir erkennen VIVA TWO schon von weitem und freuen uns, an Bord zu gehen. Schnell einchecken, und schon drei Minuten später beziehen wir Kabine 221 auf dem Ruby-Deck. Wie auf allen anderen VIVA-Schiffen ist die Kabine sehr schön. Modern, hell und stylisch kommen Schlafbereich sowie das Bad mit Regendusche und den hochwertigen Rituals-Pflegeprodukten daher. Kaffeemaschine, Kühlschrank, Minibar, großer TV – alles da. Unser Zuhause für eine Woche ist 13 qm groß. Ein bisschen eng ist es zwischen Wand und Bettseite, die nicht am Fenster ist. Da würden 20 cm mehr helfen. 

Drei Restaurants, variable Tischzeiten und kulinarisches Verwöhnprogramm

Wir richten uns ein und sind pünktlich zu Kaffee und Kuchen in der Lounge. Hier fällt dem VIVA-Kenner direkt auf, dass sich optisch einiges verändert hat. So wirkt die Lounge sehr groß, das Interieur ist modern, die Farben warm und freundlich. Von der Lounge (Deck 3) kann man hinunter ins Hauptrestaurant Riverside (Deck 2) blicken und es über eine geschwungene Treppe auch erreichen, wenn man nicht den Haupteingang des Restaurants nehmen möchte. An Bord gibt es noch zwei weitere Restaurants. Das Moments als Fine-Dining-Restaurant auf Deck 1 und das Bistro am Heck des Schiffes auf Deck 3. Dort gibt es Seafood in den verschiedensten Varianten. Am ersten Abend essen wir im Riverside und sind echt begeistert. Und da wir in Wien sind, entscheiden wir uns beim Hauptgang für das Wiener Schnitzel. 

Drei auf einen Streich: Visegrad, Szentendre und Eszergom

Ein herrlicher Sonnenuntergang gleich am ersten Abend sorgt zusammen mit einem Cocktail für beste Stimmung, als es gegen 22 Uhr losgeht. VIVA TWO macht sich auf Richtung Esztergom, wo sie am nächsten Tag um 11 Uhr festmacht. Wir haben uns während der Tour für zwei Ausflüge von VIVA entschieden, einen in Esztergom und den anderen in Budapest. Es ist ein empfehlenswerter Ausflug, den VIVA in Esztergom angeboten hat. Für uns geht es im Bus nach Visegrad, Szentendre und anschließend in die Kathedrale St. Stephan in Esztergom. In Visegrad machen wir nur einen kurzen Fotostopp, um den Fernblick über die Donau hinweg zu genießen. 

Die VIVA TWO vor beeindruckender Kulisse der St.-Adalbert-Kathedrale n Esztergom.

Regenschirme und Lampen baumeln in der Luft

In Szentendre schauen wir uns genauer um, essen ungarischen Baumkuchen mit Softeis und lassen uns von den engen Gassen mit vielen bunten aufgespannten Schirmen begeistern. Diese hängenden Schirme in der malerischen Künstlerstadt sind der Fotospot Nummer eins. 

Zurück in Esztergom ist der Besuch des Doms sehr zu empfehlen. Die St.-Adalbert-Kathedrale ist die größte Kirche Ungarns und liegt hoch oben über der Stadt.

Gänsehautmomente bei der Lichterfahrt bis nach Budapest hinein

Zurück an Bord geht es fast direkt zum Abendessen. Das Schiff legt ab, nächster Stopp Budapest. Die Passage ist nicht sehr lang, und so kommen wir bereits ein paar Stunden später in der ungarischen Hauptstadt an. Es ist eine unglaubliche Lichterfahrt in die Stadt hinein. Unter anderem geht es vorbei am prachtvoll erleuchteten Parlamentsgebäude. Der Bordmusiker spielt an Deck Trompete, während wir zu unserem Liegeplatz fahren, wo sich bereits Schiff an Schiff reiht, zum Teil sogar in Dreierpäckchen. Das war wohl die schönste Einfahrt mit einem Flusskreuzfahrtschiff in eine Stadt, die ich je erlebt habe. Einige Passagiere machen sich noch zu einem Spaziergang durch Budapest auf, wir bleiben an Bord und beobachten den Trubel an Land und auf der Donau vom Sonnendeck aus, denn auch auf dem Wasser ist ordentlich was los.

Vorbei am illuminierten Regierungsgebäude in Budapest.

Am nächsten Morgen geht es auf eine Stadtrundfahrt durch Budapest. Wir sind nur 15 Leute in der Gruppe, was die Tour sehr angenehm macht. Unsere Reiseführerin erklärt, was es mit Budapest und Pest auf sich hat, führt uns in die riesige Markthalle und in die Basilika St. Stephan. Sehr ergreifend ist das Orgelspiel, das die gesamte Kathedrale einnimmt. Ein Moment, in dem die Besucher ehrfürchtig verstummen und der Musik lauschen. Die Orgel hat 7544 Pfeifen, die kleinste ist 5 Millimeter und die größte 10,5 Meter lang. 

Als wir wieder an Bord sind, wartet eine Geburtstagsüberraschung auf mich. Total aufmerksam, und ich habe mich richtig gefreut. Während des Abendessens habe ich dann noch eine köstliche Torte bekommen.

Mit der Bimmelbahn durch Bratislava

Von Budapest fährt VIVA TWO nach Bratislava, wo wir uns nach dem Mittagessen auf eigene Faust aufmachen. Wir suchen einen Hop-on-Hop-Off-Bus und finden eine Bimmelbahn, mit der man eine Stadtrundfahrt machen kann. Der „Tschuk Tschuk“ startet auf dem Hauptplatz. Die Fahrt geht bis zur Burg Bratislava, die hoch oben über der Stadt thront. Sie erhebt sich 85 Meter über der Donau. Die Aussicht ist phänomenal: Von der Burg kann man tatsächlich auf zwei Nachbarländer – Österreich und Ungarn – schauen. Der Eintrittspreis, um in das alte Gemäuer zu kommen, beträgt sechs Euro. In der Altstadt ist zudem der St. Martins-Dom ein Sightseeing-Ziel. In dieser Kirche wurde Kaiserin Maria Magdalena gekrönt. 

Kostenlos Fahrräder von VIVA geliehen

Nächstes Ziel bei unserer Donaukreuzfahrt ist Krems in Österreich. VIVA hat dort unter dem Titel „Genussvolle Wachau“ einen Ausflug angeboten, für den wir uns aber nicht angemeldet haben. Vielleicht ein Fehler, denn als wir auf eigene Faust von Bord gehen und durch Krems laufen, hat uns Krems und auch die benachbarte Gemeinde Stein als Touristenort nicht wirklich begeistert. Also wird es ein kurzer Spaziergang. Stattdessen haben wir aber die VIVA-Fahrräder getestet, die die Gäste kostenlos ausleihen können. Dies wird an manchen Zielen gerne genutzt. 

Die Wachau als landschaftliches Highlight

Bereits um 17 Uhr verlässt VIVA TWO ihre Anlegestelle. Es folgt die wohl landschaftlich schönste Passage auf der Donau – die Wachau. Wir passieren bekannte Ortschaften wie Dürnstein mit seiner imposanten blauen Kirche im Zentrum und kommen zudem an Melk vorbei, wo das berühmte Stift Melk von weitem zu sehen ist. Das Wetter spielt mit, und ich habe das Gefühl, es sind wirklich alle 94 Passagiere an Deck, um die Wachau zu genießen.

Linz: Eine Stadt erobert unser Herz

Das Schiff steuert Linz an. Im Vorfeld haben wir uns im Internet informiert und uns dafür entschieden, wieder auf eigene Faust loszuziehen. VIVA TWO ist an ihrem Liegeplatz am Kunstmuseum nicht allein; es gibt viele Touristen, die mit einem Flussschiff angekommen sind. Zu Fuß geht es zum Hauptplatz im Herzen der Stadt. Das ist ein guter Ausgangspunkt, um Linz zu erleben. Es gibt mehrere Einkaufsstraßen, und zudem ist der Hauptplatz der Startpunkt für eine Stadtrundfahrt mit einer Bimmelbahn. Des Weiteren startet dort die Pöstlingbahn, die in 25 Minuten bis zum Pöstlingberg fährt und eine echte Attraktion ist. Die historische Bahn ist eine der steilsten Schienenbahnen der Welt. Die Fahrt auf den Berg und wieder hinunter bis zum Hauptplatz kostet 7,40 Euro pro Person.

 Oben hat man eine fantastische Aussicht auf die Stadt, zudem gibt es eine Konditorei, wo man die echte Linzer Torte essen kann. Montags und Dienstag haben sie allerdings Ruhetag. 

Sehenswert vor allem für Familien ist die Grottenbahn, die in die Märchenwelt entführt. Zu einem können die kleinen und großen Besucher mit einer Bahn durch die Welt der Märchen fahren, zum anderen ist im Gewölbe eine kleine historische Stadt inszeniert, durch die man laufen kann und Schneewittchen, Frau Holle oder auch Rumpelstilzchen zum Leben erwecken kann. Der Eintritt kostet für Erwachsene 6,40 Euro. www.grottenbahn.de. Unser Tag in Linz war richtig gut. Die Stadt hat ihren ganz eigenen Charme und ist echt empfehlenswert.

Flussromantik auf der Donau

Letzter Stopp: Engelhartzell

Letzter Stopp der Tour auf der Donau ist Engelhartszell. Dort kommen wir mitten in der. Nacht an und bleiben bis 12 Uhr. Viele Gäste nutzen die Gelegenheit, mit der Ausflugsgruppe nach Passau zu fahren, aber wir entscheiden uns, Fahrräder zu leihen, um eine Runde durch Engelhartszell zu drehen. Sehr viel zu sehen gibt es nicht, aber das Stift Engelszell ist auf jeden Fall einen Stopp wert. Die Kirche ist innen wunderschön bemalt, und es wird im Stift eigenes Bier gebraut, das man in der angeschlossenen Wirtschaft direkt verköstigen oder als Souvenir mitnehmen kann. Zurück am Schiff gibt es zum Ablegen zurück nach Wien wieder Trompetenklänge. Zudem findet an diesem Ta der High Tea statt. Die Crew hat deshalb ein riesiges Kuchen- und Tortenbufett aufgebaut, das ist für die Passagiere immer ein Highlight.

Das Highlight für die Passagiere – das riesege Kuchen- und Tortenbufett

Gala-Dinner für alle im Restaurant Riverside

Vor dem Galadinner präsentiert sich die gesamte VIVA-Crew in der Lounge und kann sich über langanhaltenden Applaus freuen. Das Gala-Dinner findet für alle im Hauptrestaurant Riverside statt, da das Schiff ja nicht ausgebucht ist und alle Passagiere dort bequem Platz finden. Es ist ein hervorragendes 5-Gänge-Menü, und bei bestem Wetter fahren wir wieder zurück durch die Wachau nach Wien. Abends findet noch die traditionelle VIVA-Verlosung statt, bei der es Produkte aus dem Bordshop zu gewinnen gibt. Hauptpreis ist ein Reisegutschein. 

Wunderschönes Schiff mit einer Kombi aus gelungenem Design und offener Gestaltung

Rückblickend war es eine sehr schöne Tour auf der Donau. Die VIVA TWO ist ein richtig toller Neubau, der viele Besonderheiten hat. Zum einen überzeugt das Schiff durch die offene und sehr geschmackvolle Lounge, die Wohlfühl-Kabinen, den kleinen, aber feinen Spa-Bereich und den Fitnessraum. Das Design des Schiffes ist modern, aber nicht abgehoben, sondern gemütlich. Und dann sind es die vielen Inklusivleistungen, die einfach den Urlaub komplett unkompliziert machen. Alle Speisen und Getränke sind bereits im Reisepreis inkludiert, die Minibar in den Kabinen und Suiten sind immer gefüllt. En top gibt es noch eine unfassbar freundliche, herzliche Crew, die dem Gast immer das Gefühl gibt, dass er willkommen ist. 

94 Gäste aus neun Nationen

Was ich sehr schön fand: Die 94 Gäste kamen aus insgesamt neun Nationen. Aus Deutschland, Österreich, Belgien, Israel, Spanien, England, Schweden, Ungarn und Russland. Das habe ich bei einer  Flusskreuzfahrt so noch nie erlebt. Mit ein Grund dafür scheint der neue Starthafen Wien zu sein, den man gut erreichen kann. Mit dem Auto, aber auch mit der Bahn und dem Flugzeug.

Hier geht es zur Website von VIVA CRUISES .

+++ Auch interessant: Die Taufe der VIVA TWO in Düsseldorf +++

Spannende Flusskreuzfahrt von der Spree an die Förde

Wer diese Kreuzfahrt erlebt hat, wird sich vor allem an eines erinnern: An eine ganz spannende Reise auf dem Fluss von der Spree an die Förde, gespickt mit vielen zum Teil auch unerwarteten Höhepunkten. Wer kann schon sagen, dass er mit einem Flusskreuzfahrtschiff im Schiffshebewerk Scharnebeck einen Höhenunterschied von 38 Metern überwunden hat, um auf die Elbe zu kommen? Aber auch das Einlaufen nach Hamburg vorbei an der Elbphilharmonie mit einem Flusskreuzfahrtschiff ist ein besonderes Erlebnis, und die Fahrt durch den Nord-Ostsee-Kanal durchaus imposant, vor allem wenn der eine oder andere „dicke Pott“ die kleine MS Thurgau Chopin passiert. Und wenn ich schreibe, dass die Thurgau Chopin klein ist, dann meine ich das auch so. Das Flusskreuzfahrtschiff hat gerade mal eine Länge von 83 Metern und bietet Platz für 80 Passagiere.

Gemütliches Ambiente statt modernes Interieur

Ich muss ganz ehrlich sagen: Als ich das Schiff zum ersten Mal in Berlin-Spandau gesehen habe, habe ich mich nicht gerade schockverliebt. Optisch ist die MS Thurgau Chopin sicherlich nicht das, was man in die Kategorie Supermodel einstufen würde, aber ich komme mit der guten Nachricht direkt hinterher. Das kleine Schiff mit dem Baujahr 2002 hat relativ schnell seine Stärken gezeigt. Nämlich Gemütlichkeit – und wenn man möchte – die Möglichkeit, sehr unkompliziert andere Mitreisende kennen zu lernen.

Hilfsbereite und sehr freundliche Crew

Die Crew ist relativ klein, und da wir die Tour zur Saisoneröffnung gemacht haben, musste sich der Ablauf an Bord auch noch ein wenig einspielen. Das galt insbesondere für die Bereiche des Restaurants und der Lounge. Anfangs hat der Gast über einige Dinge hinwegsehen und zum Beispiel lange Wartezeiten im Restaurant hinnehmen müssen, weshalb wir uns mittags auch für den „Light Lunch“ in der Lounge entschieden haben, der wirklich gut war. Im Laufe der Reise spielte sich die Crew immer mehr ein, und eines muss auf jeden Fall betont werden: Alle Crewmitglieder waren supernett, zu jeder Zeit hilfsbereit und einfach toll.

Ein Blick in meine Kabine 116 auf der Frederic Chopin

Das Wohnzimmer des Flusskreuzfahrtschiffes

In der Lounge wird der Charakter der Deilmann-Schiffe sehr deutlich, denn dort liegt der Fokus ganz klar auf gediegener Gemütlichkeit, und die findet der Gast auch. Schwere und viele Möbel lassen die Fläche ein wenig beengt erscheinen, aber wie uns gesagt wurde, soll das Schiff einen etwas moderneren Touch bekommen. Die Bestellung für neue Möbel ist raus, und mit den ersten Renovierungen ist auch schon begonnen worden, was dem Schiff wirklich guttut.

Eine Route voller Überraschungen

Unsere Kreuzfahrt führt von Berlin aus nach Potsdam, weiter nach Burg, Wolfsburg, Uelzen, Scharnebeck, Lauenburg bis nach Hamburg und dann über Rendsburg bis nach Kiel. Das hört sich auf den ersten Blick vielleicht nicht so spektakulär an, aber das Gegenteil ist der Fall. Die Reise war gespickt mit vielen Besonderheiten. Und da ich Überraschungen liebe, kam ich unterwegs mit der Thurgau Chopin durchaus auf meine Kosten. 

Einmal „um die Ecke“ bis nach Potsdam

Fangen wir mit der Tour an sich an. Nachdem alle Gäste an Bord gekommen sind, ging es um 19 Uhr los. Die erste Etappe dauerte nur zwei Stunden, denn Potsdam liegt schließlich um die Ecke. Es war ein entspanntes Ankommen. Nach dem ersten Frühstück haben wir uns noch mal für einen Cappuccino in die Lounge gesetzt, um anschließend den über Thurgau Travel gebuchten Ausflug nach Potsdam zu starten. Bei den Ausflügen hatten die Gäste zwei verschiedene Möglichkeiten. Zum einen, das Schloss Sanssouci zu besuchen, zum anderen einen Rundgang durch Potsdams barocke Innenstadt zu unternehmen. Wir haben uns für das beeindruckende Schloss Sanssouci entschieden und es nicht bereut.

Sehenswertes Sanssouci

Dieses Schloss ist sicherlich das Prunkstück der Stadt, und wer es vielleicht vorher nur mal im Fernsehen gesehen hat, ist überrascht, wie groß die komplette Anlage tatsächlich ist. Mehrere Schlösser, Tempel, Gärten und Fontänen sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Bei Thurgau Travel ist es so, dass man im Vorfeld bereits ein Ausflugspaket buchen kann. Wer das vor der Reise nicht gemacht hat, kann sich auch an Bord noch für Ausflüge anmelden. 43 Euro kostet unsere Exkursion nach Sanssouci, was ich in Ordnung finde. Für den Rundgang durch Potsdam wurden für zweieinhalb Stunden 19 Euro berechnet. Das ist auch ein fairer Preis.

Durch den „Obstgarten“ Berlins

Weiter geht es für die Thurgau Chopin durch das Havelland mit seinen vielen Seen. Diese Region ist auch unter dem Namen „Obstgarten“ Berlins bekannt. Nach der Überquerung des Plauer Sees geht es auf dem Elbe-Havel-Kanal weiter. Nächstes Ziel ist Burg, dass wir am Abend erreichen sollen. Auf dem Fluss ist es teilweise so, dass man die Liegeplätze in der Regel nicht vorher bucht, und so hat die Thurgau Chopin dieses Mal Pech, denn der vorgesehene Liegeplatz in Burg in der Nähe der Stadtmitte ist schon belegt. Für uns geht es also ein paar Kilometer weiter. Generell kein Problem. Aber die Gäste, die morgens entspannt ein bisschen durch Burg laufen wollen, während die anderen einen Ausflug nach Magdeburg gebucht hatten, haben in diesem Fall Pech. Dennoch geht es für uns zumindest für ein Stündchen von Bord, um ein paar schöne Fotos unseres Schiffes zu machen. 

Die MS Thurgau Chopin in Burg

Kapitän Frank Baehring macht sich schließlich mit uns auf in Richtung Wolfsburg, wo wir abends ankommen. Wir staunen nicht schlecht, denn wir landen für diese Nacht mitten in der Autostadt Wolfsburg. Einige Passagiere nutzen die Gelegenheit und schauen sich bei einem abendlichen Spaziergang noch ein bisschen genauer um. Wir genießen einfach den Abend an Bord.

Mit der Thurgau Chopin über das Wasserstraßenkreuz Magdeburg

Früh morgens geht es schon weiter zum nächsten Stopp Uelzen in der Nähe von Lüneburg. Wir müssen am Wasserstraßenkreuz Magdeburg durch die beeindruckende Schleuse Sülfeld, um auf den Elbe-Seitenkanal zu kommen, der übrigens „Heide-Suez“ genannt wird, weil er schnurgerade durch die Lüneburger Heide verläuft. 

Wunderschönes Lüneburg mit beeindruckender Architektur

Von Uelzen aus unternehmen wir einen Ausflug nach Lüneburg. Die Salz- und Hansestadt gefällt uns sehr gut, mit einer Fremdenführerin geht es in die Stadt. Irgendwann setzen wir uns ab, weil wir lieber allein durch die Straßen laufen. Wir entdecken die Innenstadt mit der auffälligen Architektur aus Spätgotik und Renaissance auf eigene Faust. Lüneburg hat echten Charme, so dass wir uns am Marktplatz ein Café suchen und zum einen herzliche Gastfreundschaft und zum anderen einen richtig guten Cappuccino plus Spaghetti-Eis genießen. 

Die Raths-Apotheke in Lüneburg
Bester Platz in der Sonne
Schöne Architektur in Lüneburg

Ab in die „Badewanne“ – und 38 Meter in die Tiefe

Der Tag ist mit weiteren Highlights gespickt, eigentlich folgt direkt nach der Rückkehr zum Schiff tatsächlich auch einer der Höhepunkte der gesamten Reise: das Schiffshebewerk Scharnebeck, das größte in Deutschland. Die Spannung an Bord steigt, alle suchen sich den besten Platz und halten ihre Kameras bereit, während die MS Thurgau Chopin langsam in die Schleuse hineinfährt. Quasi in eine Art Badewanne. Das komplette Becken samt Schiff wird 38 Meter bis auf die Elbe heruntergelassen. Auch für Kapitän Frank Baehring und den 2. Kapitän Jaroslav Weinstein ist es immer noch eine spannende Sache, auch wenn sie die Passage schon sehr oft gefahren sind. Die „Wanne“, in der Chopin liegt, befördert ein Gewicht von 5800 Tonnen nach unten.

An diesem Tag erreicht die Thurgau Chopin noch Lauenburg. Dann wird es wieder richtig spannend, denn auf der Elbe geht es weiter Richtung Hamburg. Hamburg als Kreuzfahrthafen kennen wir schon, weil wir mehrere Male bereits dort gestartet oder eben auch am Ende einer Hochseetour dort angekommen sind. Aber: Wir sind immer vom offenen Meer die Elbe hochgefahren und nie von der anderen Seite reingekommen. Das ist jetzt komplett anders, denn zudem sind wir mit einem Flussschiff und nicht mit einem Hochseeschiff unterwegs. Es geht vorbei an der Elbphilharmonie und der Großbaustelle für das neue Kreuzfahrtterminal, den Landungsbrücken und dem berühmten „Michel“, ehe wir Richtung Kreuzfahrtterminal Steinwerder fahren, um dort festzumachen. Hamburg, meine Perle! Mit dir wird es niemals langweilig.

Ein Fischbrötchen ist Pflicht

Über Thurgau Travel hatten wir eine Stadt- und Hafenrundfahrt gebucht. Auch wenn man schon mehrere Male in Hamburg gewesen ist, es ist immer ein Erlebnis. Was auch ein Muss ist, ist das Fischbrötchen an den Landungsbrücken. Abends geht es auf eigene Faust los. Zwar ist auch ein Ausflug ins nächtliche Hamburg angeboten worden, aber der schien uns mit 54 Euro doch ein wenig teuer. 

Philipp von Flusskreuzfahrt Entdecker und Carmen von Aufdeck.de

Der nächste Morgen: Ich hatte mir den Wecker im Zehnminutentakt gestellt, um das Auslaufen nicht zu verpassen. Ich wusste, dass AIDAdiva hinter der Chopin angelegt hatte und wollte den Moment, wenn wir das 252 Meter lange Kreuzfahrtschiff passieren, nicht verpassen. Aber es kam, wie es kommen musste. Ich muss wohl wieder eingenickt sein, denn als ich erschrocken die Augen aufmache, bemerke ich sofort, dass wir abgelegt haben. Ich springe zum Fenster und kann die Diva zumindest noch beim Blick zurück entdecken. Und ein zwei Fotos sind auch noch drin, aber mehr auch nicht.

Durch den Nord-Ostseekanal bis nach Kiel

Dann verlassen wir Hamburg, für mich wie immer mit einer ordentlichen Portion Wehmut verbunden. Auf der Elbe geht es bis zum Nord-Ostseekanal (NOK) und dann immer geradeaus. Diese Passage ist eine besondere, denn die Thurgau Chopin gehört durchaus zu den kleineren Schiffen, die Richtung Kieler Förde unterwegs sind. Im rund 100 Kilometer langen Kanal sind richtig „dicke Pötte“ zu sehen. Das Wetter passt, und so haben es sich die Passagiere auf dem Sonnendeck bequem gemacht, um das Geschehen im NOK zu beobachten. Nach einem letzten Stopp in Rendsburg erreicht das Flusskreuzfahrtschiff schließlich Kiel, das Ziel unserer Flusskreuzfahrt. Aber noch geht es nicht von Bord, die Ausschiffung findet erst tags drauf statt.

Das Ostseebad Laboe als krönender Abschluss des Sightseeing-Programms

Die Thurgau Chopin liegt in der Landeshauptstadt am Sartorikai in der Nähe des Kreuzfahrtterminals und des Hauptbahnhofs. Ein letztes Mal Sightseeing steht auf dem Programm. Bei einer ausgiebigen Stadtrundfahrt lernen wir Kiel kennen, besuchen das U-Boot-Ehrenmal in Möltenort sowie das schöne Ostseebad Laboe. Hier kam durch die Ostsee auch noch mal richtiges Urlaubsfeeling auf. Viele Menschen genießen das gute Wetter und haben es sich in den Cafés bequem gemacht. Was für ein schöner Abschluss.

Würde ich nochmal mit der MS Thurgau Chopin auf Reisen gehen?

Es war eine spannende Woche an Bord der Thurgau Chopin. Das Essen war gut, was ich generell aber besser finde, sind offene Tischzeiten und freie Platzwahl. Das haben mittlerweile einige Anbieter auf dem Fluss eingeführt, was es für den Gast einfach entspannter macht. Auf der Thurgau Chopin muss man zu einer bestimmten Zeit beim Dinner sein und hat im Restaurant seinen festen Tisch. Mittags finde ich die Alternative „Light Lunch“ sehr gut. Das findet auf der Thurgau Chopin in der Lounge statt, ganz locker und ungezwungen – und richtig lecker. Man kann mittags aber auch im Restaurant essen und mehrere Gänge genießen. Jeder, wie er mag.

Hinsichtlich der Getränke würde ich auf jeden Fall das Getränkepaket empfehlen. Der Preis lag pro Person bei einer Woche bei 190 Euro. Da die Einzelpreise der Getränke recht hoch sind und zum Beispiel für eine Cola 4,50 Euro berechnet wird, lohnt sich das.
An Bord gibt es in der Nähe der Rezeption einen Wasserspender, den die Gäste rund um die Uhr nutzen können. Alle bekommen eine wieder verwendbare Trinkflasche, die sich auch gut zum Mitnehmen auf die Ausflüge eignet.

Unterhaltung an Bord: Bitte mehr als nur einen Bordmusiker!

Bordunterhaltung, das ist ein Punkt, an dem die meisten Veranstalter von Flusskreuzfahrten noch arbeiten müssen. Meiner Meinung nach reicht es nicht, wenn es bei einer Reise nur einen einzigen Bordmusiker gibt, der irgendwann sein Repertoire durchgesungen hat und sich alles wiederholt. Das war auch auf der Reise mit der Thurgau Chopin so und hat die Gäste nicht glücklich gemacht.

Auf dem Schiff gab es dagegen einen guten Informationsfluss, denn Kreuzfahrtleiterin Doris informierte die Passagiere täglich und war zudem immer Ansprechpartner. Man konnte jederzeit mit Fragen zu ihr kommen, das galt aber auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rezeption.

Würde ich nochmal mit der Thurgau Chopin verreisen? Ja, das würde ich, aber die Route muss stimmen.

Hier geht es zur Website von Thurgau Travel

Auf ONE folgt TWO und bald auch THREE – VIVA Cruises tauft Neubau

Die Aufregung bei Taufpatin Shiri Gordon war groß, aber sie strahlte über das ganze Gesicht, nachdem die Champagnerflasche am Bug des neuen VIVA-Flagschiffes zerschellte. Im Beisein von 220 geladenen Gästen wurde die VIVA TWO im Heimathafen Düsseldorf getauft. Dieses Mal hatte man ein wenig mehr Glück mit dem Wetter als bei der Taufe der ONE vor einem Jahr.

Kreuzfahrtfans waren sehr gespannt, wie das neue Schiff von VIVA CRUISES aussehen würde. Schon mit der Vorgängerin, der VIVA ONE, ist der Veranstalter neue, moderne Wege gegangen. Aber auch beim Bau der TWO wurden neue Akzente gesetzt. Das Flusskreuzfahrtschiff verfügt über insgesamt 95 Kabinen für bis zu 190 Passagiere und überzeugt durch neues Design mit warmen Farben. Spannend ist die Architektur, die sich nicht nur in der Lounge und im Restaurant zeigt, sondern auch Platz für ein drittes Restaurant schafft: Das Spezialitätenrestaurant MOMENTS, das ebenfalls im VIVA All-Inclusive enthalten ist. Somit ist der Neubau eines der wenigen Schiffe auf dem Fluss, das drei Restaurants hat.

76 Solar-Panels unterstützen das Bordnetz

Die bedeutendste technische Neuerung ist das Abgassystem der VIVA TWO. Damit erreicht das Schiff die Abgasnorm EU-Stage-V, die eine strenge Einhaltung des Emissionsausstoßes in der europäischen als auch in der inländischen Binnenschifffahrt regelt. Dies ist ein großer Schritt zu mehr Nachhaltigkeit und gleichzeitig eine Voraussetzung für das verpflichtende Umweltzeichen Gold des internationalen Umweltpreises Green Award. Die Award-Zertifizierung belegt die proaktive Umsetzung von Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und hohe Sicherheitsstandards der Schiffe. Zusätzlich verfügt das Schiff über 76 Solar-Panels, die das Bordnetz unterstützen. Die gewonnene Energie wird vor allem auch für das Bugstrahlruder des Schiffes und bei hoher Stromnutzung eingesetzt.

Neubau als weiterer großer Meilenstein in der Firmengeschichte

Andrea Kruse und Arno Reitsma als Geschäftsführerin und Geschäftsführer von VIVA Cruises sind sich einig: „Für uns ist dieser Neubau ein weiterer großer Meilenstein und wir sind mehr als stolz auf dieses Schiff – vom Design bis hin zu den technischen Neuerungen erfüllt es alle unsere Ansprüche.“ Der erste Kapitän Slobodan Golubovic ist stolz, auf diesem neuen Schiff zu arbeiten, und beschreibt es als Höhepunkt seiner Karriere – er ist Kapitän in dritter Generation und wird zusammen mit seinem Bruder, dem zweiten Kapitän der VIVA TWO, das Schiff sicher über Europas Flüsse führen. Auch Hotelmanager Rastislav Chrkavy freut sich auf die neue Aufgabe. Für ihn steht das Wohl der Gäste und seiner Crew an erster Stelle. 

Emotionaler Taufakt

Aufregend der Taufakt: Nach den Worten von Pfarrer Stephan Scharf übernahm Taufpatin Shiri Gordon, CEO und Miteigentümerin der in Tel Aviv ansässigen Gordon Travel Group, das Wort. Bewegt und voller Stolz schickte sie den zweiten Neubau von VIVA Cruises auf allzeit gute Fahrt. Als Taufpatin steht sie stellvertretend für alle Partner des Unternehmens, für erfolgreiche Frauen in Führungspositionen und für die Leidenschaft für die Flusskreuzfahrtbranche.

Beim Anschnitt der Tauftorte die VIVA Three angekündigt

Eine Überraschung gab es beim Anschnitt der Tauftorte, denn Andrea Kruse verkündete eine frohe Botschaft: So ist für September 2024 eine weitere Schiffstaufe geplant: Die der VIVA THREE.

Modernes Design und Kabinen zum Wohlfühlen

Beim Rundgang über das Schiff wird deutlich, wie wichtig VIVA Cruises die Liebe zum Detail ist. Das Design kommt modern, aber dennoch ruhig daher. Die Kabinen sind ein wenig kleiner als auf der VIVA One, aber ebenfalls sehr stilvoll und bestens ausgestattet. Im Bad findet der Gast wie auf den anderen Schiffen der Flotte wieder eine Regenschauer-Dusche und Produkte aus der Serie Rituals.

Hier geht es zur Website von VIVA Cruises

Mit der Bijou du Rhône durch das malerische Südfrankreich

Das positive Fazit gibt es jetzt einfach mal am Anfang. Meine Erwartungen wurden völlig übertroffen! Eine Frankreich-Kreuzfahrt auf dem Fluss, das habe ich schon mal vor der Pandemie auf der Seine erleben dürfen. Das war im Winter über die Weihnachtsfeiertage, jetzt sollte es also eine Flusskreuzfahrt auf der Rhône mit NICKO CRUISES im Oktober sein. Starthafen ist Lyon, und dort endete auch diese besondere Flusskreuzfahrt, die mich positiv überrascht hat. Landschaftliche Highlights wechseln sich ab mit historischen Orten und alten Traditionen.

Das erste französische Croissant im Café Maison Antoine Lyon ist die Stadt, in der Rhône und Saône zusammentreffen, und wir werden auch während der Tour auf beiden Flüssen unterwegs sein. Im Zentrum der beeindruckenden Stadt wird die zweitausendjährige Historie erlebbar. Aber zunächst schauen wir noch nicht so genau hin, denn die erste Müdigkeit meldet sich und natürlich auch der erste Hunger. Ein kleines Café mit dem Namen Maison Antoine soll es sein, dort gibt es das erste französische Frühstück mit kleinen köstlichen Kuchen und – selbstverständlich – Croissants. Lyon ist die drittgrößte Stadt Frankreichs, und wir lassen uns nach dem Frühstück bis mittags einfach ein bisschen treiben, ehe es zum Schiff zurückgeht.

Internationale Gäste mit den unterschiedlichsten Nationalitäten

Endlich startet der Check-In. Mittlerweile hat es auch eine große schwedische Reisegruppe geschafft und ist an Bord. Wir sind erfreulicherweise ziemlich international unterwegs, denn auf dieser Reise sind unter anderem auch amerikanische Gäste dabei, die im Rahmen einer Europatour auch diese Flusskreuzfahrt gebucht haben. Ein paar Wochen später geht es für sie sogar wieder mit einem Kreuzfahrtschiff zurück in die USA – einmal über den Atlantischen Ozean. Das Rentnerleben kann schön sein!

Absenkbare Panoramafront das Highlight der Kabine

Ich beziehe meine 14 Quadratmeter große Kabine und denke, dass man es hier gut für die nächste Woche aushalten kann. Die Kabine ist nicht supermodern, sondern eher zweckmäßig, aber man kann sich durchaus wohlfühlen. Das Einzige, was mich stört, ist der Duschvorhang im Bad. Da denke ich einfach, dass die Zeiten des Duschvorhangs vorbei sein sollten. Ein ganz großes Plus der Kabine ist allerdings die absenkbare Panoramafront. Dort stehe ich etliche Male während der Reise und genieße den Blick aufs Wasser. Das ist unfassbar entschleunigend.

Spannender Routenverlauf

Von Lyon geht die Reise zunächst nach Chalon-sur-Saône, dann nach Macon. Nächster Stopp ist Trévoux. Es folgen Viviers, Arles und Avignon, ehe es zurück zum Ausgangspunkt der Reise geht. Die Ausflüge, die von NICKO CRUISES angeboten werden, sind sorgfältig ausgewählt und von erfahrenen Reiseführern begleitet.

Ablegen in Lyon als Panoramafahrt

Schon das erste Ablegen in Lyon war ein echtes Erlebnis. Erst nach 22 Uhr ging es los, die Stadt präsentierte sich einfach wunderschön. Viele historische Gebäude wurden mit Licht eindrucksvoll in Szene gesetzt, so dass die Fahrt heraus aus der Stadt ein echter Genuss war. Viele Passagiere haben sich diesen Moment trotz der langen Anreise nicht entgehen lassen.

Erstes Ziel war am nächsten Tag Chalon-sur-Saône, das wir mittags erreichten. Für diesen Tag hatten wir einen Ausflug nach Beaune/Burgund in das historische Hotel Dieu gebucht, der nach dem Mittagessen startete. Vorher blieb Zeit für einen Bummel durch Chalon-sur-Saône. Mir sagte dieses Städtchen vorher nichts, aber ein Blick ins Internet verriet, dass es die Stadt der Fotografie ist, da dort um 1826 das erste lichtbeständige Foto der Welt aufgenommen wurde.

Zurück ins Mittelalter in den Palast der Armen ins Hotel Dieu

Das Hotel Dieu ist ein mittelalterliches Krankenhaus aus dem Baujahr 1443. Dort wurden arme Menschen kostenlos behandelt. Damit der Betrieb des Krankenhauses funktionierte, wurden auch reiche Menschen behandelt, die ihre ärztliche Versorgung aber bezahlen mussten. Dieses Museum kann ich durchaus empfehlen, denn der Einblick in den Krankenhausbetrieb ist wirklich spannend und man fühlt sich zurückversetzt in vergangene Zeiten.

Typische Szenen des französischen Lebens

Nächstes Ziel der Reise war Mâcon. Für diesen Tag hatten wir keinen Ausflug gebucht, so dass wir uns zu Fuß auf in die Stadt machten. Allein der Weg in das Stadtzentrum hinein hat schon Spaß gemacht, denn wir bekamen typische Szenen des französischen Lebens zu sehen. Unter anderem schauten wir einem Maler zu, der am Fluss eine Leinwand aufgebaut hat und ganz in Ruhe zeichnete. Genau das erlebten wir auch noch an anderer Stelle, nämlich mitten auf einer Fußgängerinsel auf einer Kreuzung. Kreativität wird in Frankreich großgeschrieben, dafür bekommen wir während der Reise noch viele Beispiele geliefert. Vormittags war noch nicht allzu viel los in der Stadt, wir zogen durch die Gassen und landeten unter anderem an der Église Saint-Pierre und in einer Brasserie direkt neben dem Rathaus.

Von Belleville in die Weinberge

Mittags legte die Bijou du Rhone in Mâcon ab, das nächste Ziel war Belleville. Dort startete für viele Gäste der Ausflug in Richtung Beaujolais. Es fühlte sich an, als würde ein Bus mal eben rechts ranfahren, um seine Gäste rauszulassen. So wunderbar unkompliziert war es auch, denn während wir vom Schiff in den Bus stiegen und unseren Ausflug starteten, fuhr das Schiff weiter, um uns später woanders wieder einzusammeln. Unser Ziel war ein großes Weinanbaugebiet, das nördlich von Lyon liegt.

Spaziergang durch die Rebstöcke mit anschließender Weinprobe

In Ternand hatten wir die Möglichkeit, einen kleinen Spaziergang durch die Rebstöcke zu machen. Trauben zu probieren, war ausdrücklich erlaubt. Das meiste war schon abgeerntet, aber der Geschmack der blauen Trauben zuckersüß. Anschließend stand eine Weinprobe in tollem Ambiente auf dem Programm, was natürlich großen Spaß gemacht hat. Der Winzer war glücklich, denn abschließend konnte er einige seiner guten Weine verkaufen.

Gemütliches Schlendern durch Oingt

Weiter ging es nach Oingt, einem malerischen Dorf aus dem 15. Jahrhundert. Nicht nur, dass das Dorf eingebettet in einer faszinierenden Landschaft lag, auch der Spaziergang entlang der Kirche und den vielen kleinen, geschichtsträchtigen Häusern war sehr aufschlussreich. Örtliche Spezialitäten wurden in den kleinen Geschäften angeboten, die Menschen waren sehr aufgeschlossen und freundlich. Oingt habe ich wirklich als ein schönes Ausflugsziel empfunden. Ich mag es, wenn man den Eindruck hat, dass ein bisschen die Zeit stehengeblieben ist – ganz im positiven Sinne. Und es gab einfach so viele schöne Fotomotive. Von dort aus ging es mit dem Bus wieder zum Schiff, das in Trévoux die Passagiere wieder in Empfang nahm.

Lavendel-Museum und Lavendel-Felder

Nächster Stopp der Reise war Viviers, das die Bijou du Rhone am nächsten Tag mittags erreichte. Dort ging es auf einen Ausflug in die Ardèche. Diese Region Frankreichs ist für ihre vielen Schluchten berühmt, die sensationelle Ausblicke in die Natur bieten.

Erster Stopp war aber zunächst ein Lavendel-Museum, das ich so in dieser Form noch nie gesehen hatte. Auch wenn die riesigen Felder schon abgeblüht waren und vom kräftigen Violett der Blüten nichts mehr zu sehen war, war es sehr eindrucksvoll, allein die Größe der Felder zu sehen.

Im Museum wurde gezeigt, was man mit Lavendel alles machen kann. Da gibt es nämlich sehr viel mehr als die kleinen Lavendel -Säckchen, die man für den guten Geruch in den Kleiderschrank legt. Allzu lange habe ich es im Inneren des Museums nicht ausgehalten, die Intensität des Duftes war schon gewaltig.

Wow-Momente beim Blick in die Ardèche-Schlucht

Bei der Weiterfahrt waren es die landschaftlichen Highlights, die begeisterten. Die Ardèche-Schlucht ist wunderschön und ein Muss beim Besuch dieser Region. Unser Bus hielt an verschiedenen Stellen, die besonders eine gute Sicht in die Schlucht zuließen, unter anderem auch an der berühmten Pont d’Arc.

Die Camargue: Landschaftlich einzigartig

Die Camargue – einzigartig und auf jeden Fall einen Besuch wert! Am nächsten Tag legten wir mit dem Schiff in Arles an und waren voller Vorfreude auf den Ausflug, den wir gebucht hatten. Hunderte verschiedene Vogelarten nutzen die Camargue zum Rasten und Brüten. Aber auch die Landschaft ist abwechslungsreich. Es wird sehr viel Reis angebaut, aber die Region ist auch für ihre Camargue-Pferde und Stiere bekannt.

Einfach tierisch gut

Es war der Ausflug, auf den ich mich am meisten gefreut habe: Ziel war eine typische Stierfarm. Die Begrüßung war standesgemäß: die Gardians (Stierhüter) kamen auf ihren Camargue-Pferden daher und begleiteten uns während der gesamten Tour. Auf der Stierfarm ist man mit einem Leiterwagen unterwegs. Und schon tauchten am Horizont die ersten schwarzen Stiere auf, was für ein toller Augenblick! Je weiter wir fuhren, umso mehr Stiere wurden es. Die Gardians hatten eine kleine Präsentation vorbereitet und zeigten uns, wie sie ganz einfach Tiere aus der Herde separieren können. Alles ganz ruhig und ohne Aufregung. Die Tiere werden verehrt und gut behandelt.

Flamingos und eine Stippvisite am Mittelmeer

Nach dem Besuch auf der Stierfarm landeten wir dann tatsächlich am Mittelmeer. Und das auf einer Flusskreuzfahrt. Unser Ziel war Saintes Maries de la Mer. Auch die kurze Fahrt dorthin war ein Genuss Punkt die Region ist bekannt für ihre Vogelvielfalt. Allein 400 verschiedene Vogelarten leben in der Camargue. Darunter auch die Rosaflamingos. Die zu sehen, war mein persönliches Ziel des Tages, wenn nicht sogar der gesamten Reise. Viele hatten im Vorfeld berichtet, dass man nicht sehr nah an die Flamingos herankommt, aber wie das so ist, wenn Engel reisen… Wir haben tatsächlich ein Paar der Prachtexemplare gesehen und auch vor die Linse bekommen. Ich spüre mein Grinsen im Gesicht noch heute.

Die Bijou du Rhone legte abends mit dem Ziel Avignon ab und kam dort am selben Abend noch an. Eindrucksvoll war die Pont Saint-Bénézet in Gelb und Blau illuminiert – ein sichtbares Zeichen aus Solidarität mit der Ukraine.

Auf zur berühmten Pont du Gard

Am nächsten Tag stand der Besuch der historischen Brücke Pont du Gard auf dem Programm. Auch so ein Ziel, was schon lange auf meiner Bucket-List steht. Endlich ist es soweit. Die Römer haben seinerzeit die Brücke gebaut, um lebenswichtiges Wasser zu transportieren. Im Mittelalter wurde die 275 Meter lange Brücke zu einem klassischen Verkehrsweg, heute zieht die Pont du Gard viele Touristen an, die sich auf den Spuren der Vergangenheit bewegen möchten. Das komplette Areal ist als Touristenzentrum aufgebaut. Besucher aus aller Welt können zum Beispiel einen Film über die Geschichte der Brücke ansehen, bevor sie sich dann auf den Weg machen, um das historische Monument anzuschauen. Wir hatten einfach perfektes Wetter, der strahlend blaue Himmel stand der Brücke ziemlich gut. Es wirkte zudem so malerisch, wie die Kanus lautlos auf dem Fluss unter der Brücke herglitten.

Während die Ausflugsgruppe sechs Stunden unterwegs war, hatte sich das Schiff schon wieder auf den Weg gemacht, um uns in Châteauneuf-du-Pape einzusammeln. Die letzte Etappe der Reise führte uns wieder zurück nach Lyon. Dort ging es aber nicht direkt am nächsten Tag von Bord, sondern wir blieben wir noch eine weitere Nacht und hatten die Möglichkeit, die Stadt weiter zu erkunden. Auf der Fahrt zurück nach Lyon fand die Abschiedsgala statt. Dies ist meist ein sehr feierlicher Moment, so auch auf der  Bijou du Rhone, wenn sich die Crew den Passagieren präsentiert.

Super leckeres Essen

An diesem Abend war das Essen wieder so gut wie an den anderen Abenden auch. Wirklich lecker! Was ich während der Reise als ungünstig empfunden habe, waren die festen Tischzeiten. Wir hatten zwar das Glück, dass die Ausflüge generell am Vormittag oder in der Mittagszeit starteten, deswegen waren wir aber auch erst wieder später zurück an Bord. Da blieb wenig Zeit, noch mal gemütlich einen Drink zu nehmen, weil man sich eigentlich schon wieder fürs Abendessen fertig machen musste. Die Qualität der Speisen war allerdings bei allen Mahlzeiten sehr gut, die Passagiere haben zwischen verschiedenen Gerichten und mehreren Gängen die Wahl. Mittags wurde zudem als Alternative zum Menü ein Light Lunch in Buffetform angeboten, morgens gab es generell ein Buffet.

Danke an die tolle Crew

Die Crew hat während der Reise ihr Bestes gegeben, war sehr zuvorkommend und immer darum bemüht, dass es dem Gast gut geht.

Als sehr schön habe ich es empfunden, dass Passagiere aus so vielen verschiedenen Ländern an Bord waren. So konnte man sich hier und dort mal ganz gut austauschen und neue Kontakte knüpfen. Bei der Bijou du Rhone handelt es sich um ein Schiff der Mittelklasse, und ich muss sagen, ich habe mich wirklich wohlgefühlt. Die Lounge ist vom Mobiliar und der Gemütlichkeit her sehr ansprechend gestaltet, es gibt eine kleine Bibliothek, im Bereich der Lobby aber auch eine Ecke, wo man sich zurückziehen kann, wenn man vielleicht Gesellschaftsspiele oder Karten spielen möchte. Wie gesagt: Das Schiff ist nicht supermodern, aber wirklich so ausgestattet, dass man darauf einen tollen Urlaub verbringen kann. Dazu kommt eine Route, die fantastisch ist.

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Instagram-Highlights

Die komplette Reise findet ihr auch in meinen Instagram-Highlights
BIJOU DU RHONE

Ein Besuch bei Kapitän Ulli Schwalbe im Führerhaus von A-ROSA SENA

Seine Leidenschaft gilt der See, beziehungsweise dem Fluss. Ulli Schwalbe ist Kapitän an Bord von A-ROSA SENA und kennt es, viele Wochen, früher auch mal Monate, am Stück unterwegs zu sein. Dieses Jahr Weihnachten ist er zu Hause bei seiner Familie, aber es gab natürlich auch schon viele Feiertage, die er an Bord weit weg von zu Hause verbracht hat. Der gebürtige Sachse hat mir seinen Arbeitsplatz gezeigt und ein bisschen was über seine Person und das Leben an Bord erzählt. Zum Beispiel, dass Weihnachten an Bord gar nicht so schlimm ist, wenn das Verhältnis unter den Crewmitgliedern gut ist und man quasi eine kleine Ersatzfamilie hat.

Ulli Schwalbe wurde 1982 geboren und ist seit 1999 in der Schifffahrt tätig. Gestartet ist er bei einer norddeutschen Reederei in der Fracht- und Tankschifffahrt, wo er 14 Jahre blieb und sich immer weiterbildete. Dann wechselte er zu einer belgischen Reederei, ehe er im Jahr 2014 bei A-ROSA seinen Dienst begann. Nach dem Wechsel zur Passagier-Schifffahrt hat er A-ROSA die Treue gehalten.

Stark in die Planung des E-Motion-Schiffes involviert gewesen

Ein besonderer Augenblick als Kapitän ist die Indienststellung eines Schiffes. So hat er vor über zehn Jahren bereits ein Tankschiff in den Dienst gestellt, und jetzt war es in diesem Jahr der jüngste Spross von A-ROSA – die SENA. „Schon in der Werft war ich sieben Monate dabei“, so Ulli Schwalbe über die besondere Phase. Dass er das Schiff in Dienst stellen würde, habe sich im Laufe der Zeit so ergeben, denn das Projekt E-Motion-Ship sei schon acht Jahre in der Planung gewesen und er stark involviert gewesen, so Ulli Schwalbe.

„Das Schiff ist ja schon ein Prototyp, das kann man mit nichts vergleichen. Dann kommt die Größe natürlich noch dazu“, so der Kapitän. Durch Corona gab es auch noch mal zeitliche Verzögerungen. Der A-ROSA Sena-Kapitän war bei der Planung in den Bereichen Nautik und Sicherheit involviert. Die Taufe der SENA wurde im Juni 2022 gefeiert. Das E-Motion Ship ist mit einem hybriden Antrieb mit E-Motor und Batteriespeicher, die Emissionen signifikant reduzieren, ausgestattet. Während der Fahrt wird der Dieselverbrauch weitest möglich gesenkt und überschüssige Energie gespeichert.

„Never change a winning team“

Heute sieht es so aus, dass Ulli Schwalbe drei Wochen an Bord ist und danach von seinem Wechselkapitän abgelöst wird. Der Dienstplan für das Jahr ist fest, und Ulli Schwalbe ist für A-ROSA SENA eingeplant. „Es kann natürlich immer mal sein, dass man mal irgendwo aushelfen muss“, sagt er. Zuvor navigierte er sechs Jahre lang A-ROSA BRAVA, davor zwei Jahre A-ROSA AQUA. Im Unternehmen sei man relativ konstant, so Ulli Schwalbe. „Man sagt ja so schön: ‚Never change a winning team‘ und meine persönliche Meinung ist es, dass so ein Schiff schon eine Stammbesatzung haben sollte, die da auch Bock draufhat. Ansonsten ist es ja wie ein Bus, den jeder mal benutzt. Ich finde, es tut einem Schiff schon gut, wenn Leute langjährig drauf sind!“

80 Crewmitglieder aus 15 Nationen

Jedes zweite Jahr ist Ulli Schwalbe an den Weihnachtsfeiertagen an Bord, dieses Jahr verbringt er die Zeit zu Hause mit seinen Lieben. Dazu gehört auch sein Kater. Aber er persönlich findet es auch nicht schlimm, im nächsten Jahr wieder an Bord zu bleiben. „Wir gestalten das schon ganz schön“, sagt er. So gehören eine Weihnachtsfeier oder auch mal das Wichteln dazu. Zudem gibt es immer etwas Spezielles zum Essen für die Crew. Da werde sich schon große Mühe gegeben, um es für alle sehr angenehm zu gestalten. „Man versucht schon, es sich ein bisschen gemütlich zu machen, aber Arbeit ist es trotzdem“, so Schwalbe. Aktuell kommen die 80 Crewmitglieder an Bord der SENA aus 15 Nationen. „Gerade Weihnachten und Silvester sind für uns natürlich die stressigsten Reisen. Die Passagiere erwarten da auch was und wir wollen natürlich auch ein bisschen was bieten!“

Hier geht es zur Website von A-ROSA Kreuzfahrten.

Mit UNIWORLD in die Welt der Luxuskreuzfahrten eintauchen

Sie alle bestechen durch ein einzigartiges Design, stehen für unaufdringlichen Luxus und machen das Reisen auf den Flüssen dieser Welt zu einem unbeschwerten Genuss. Flusskreuzfahrtschiffe von UNIWORLD sind auch im deutschsprachigen Raum unterwegs, und bei einer Premierenveranstaltung in Paris hatten 90 Expedientinnen und Expedienten sowie einige wenige Vertreter der Presse die Möglichkeit, zu erleben, wie sich Urlaub auf einem UNIWORLD-Schiff anfühlen kann. Extra aus Los Angeles angereist war Ellen Bettridge, CEO und Präsidentin von UNIWORLD.

Es geht nach Paris, in die Stadt der Liebe. In direkter Nachbarschaft zum Eiffelturm liegt die S.S. Joie de Vivre, als nach und nach die Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eintrudeln. Ich freue mich riesig, dabei sein zu dürfen, denn schon im Sommer konnte ich mit der S.S. La Venezia ein UNIWORLD-Schiff kennenlernen. Und ich muss sagen: Die Joie de Vivre ist ebenfalls ein echtes Supership – mit allem, was das Herz begehrt – und noch einem bisschen mehr. Hier erlebt der Urlauber ein neues Flusskreuzfahrtgefühl, das sich von der Masse abhebt, aber dementsprechend im oberen Preissegment der Rivercruises zu finden ist.

Wohlfühl-Kabinen mit Fußbodenheizung im Bad

Die Standard-Kabinen mit absenkbarer Panoramafront zum Beispiel sind 18 Quadratmeter groß. Der erste Blick fällt auf ein großes amerikanisches Bett. Die augenscheinliche Tapete ist keine, stattdessen zieren edle Stoffbahnen die Wand, die der Kabine einen ganz besonderen Charme verleihen. Der große TV-Flatscreen ist in den Spiegel integriert, das Bad unter anderem mit einer Regendusche ausgestattet. Auf Knopfdruck können die Fußboden- und die Handtuchheizung angestellt werden, das ist einzigartig auf dem Fluss.

Aber es gibt auch Suiten an Bord der Joie de Vivre, die Größte misst 38 Quadratmeter.

Weitere Alleinstellungsmerkmale an Bord sind der Wellnessbereich mit Pool, Gegenstromanlage und integrierter Bar sowie einem Wintergarten am Heck des Schiffes. Hier ist es so, dass das Wasser des Pools verdrängt und der Beckenboden angehoben werden kann, so dass der Bereich eine Nutzung als Veranstaltungsraum zulässt. Im Bereich der Lobby gibt es einen gläsernen Fahrstuhl, an dem an einer Seite Wasser herabfließt. So avanciert der Fahrstuhl zu einem der vielen Kunstobjekte an Bord.

Das Supership Joie de Vivre (Baujahr 2017) ist 125 Meter lang, 11,4 Meter breit und hat Platz für 128 Passagiere.

Ausflüge sind bei UNIWORLD inkludiert

Ein abwechslungsreiches Programm der Reederei, sowie ergänzende Workshops mit exklusiven Partnern machten die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg. Auf zwei verschiedenen Ausflügen hatten die Vertriebspartner die Gelegenheit, die Umgebung und das Landprogramm der Reederei zu erkunden. Ausflüge sind generell für UNIWORLD-Gäste auf ihrer Reise im Preis inkludiert.

Gelungenes Event

„Wir sind sehr glücklich, dass wir unseren Vertriebspartnern erstmals ein UNIWORLD-Schiff und die einzigartige Philosophie der Produkte live an Bord präsentieren konnten“, erklärt Bettina Zwickler, Generalagentur für UNIWORLD und Inhaberin des Passage-Kontor Kapitän P. Henssel aus Schwentinental. Zusammen ihrem Team und Tina Kirfel, Geschäftsführerin des Marketingbüros Kiticon Global Networks und deren Mannschaft, zeichnete sie für das Event verantwortlich.

Mit der VIVA Moments durch Holland und Belgien

Ein Schiff, auf dem man sich einfach nur wohlfühlen kann, eine Route, die richtig Lust auf Holland und Belgien macht, und dazu kommt bestes Wetter: Die Tour „Malerische Niederlande“ von VIVA Cruises machte ihrem Namen durchaus Ehre. Und ein bisschen Belgien sowie eine überraschende Portion Hochseefeeling waren auch dabei. Mit der VIVA Moments ging es im September auf einen besonderen Städtetrip.

Entspannte Auszeit im Spätsommer

Düsseldorf – Amsterdam – Hoorn – Rotterdam – Gent – Antwerpen – Nijmegen und zurück nach Düsseldorf: Diese Tour haben wir mit der Hoffnung auf eine entspannte Auszeit im Spätsommer gebucht. Und ja, genau so ist es gekommen. Die Anreise aus dem Sauerland in die NRW-Landeshauptstadt ist unkompliziert, ein öffentlicher Parkplatz direkt am Rhein und gerade mal 200 Meter entfernt vom Schiff. Bequemer geht es nicht, und diese Variante haben wir gerne gewählt. Koffer aus dem Auto gehoben und eben rüber gerollt, eingecheckt, ab auf die Kabine: Hallo Urlaub, Hallo Wohlfühlzeit an Bord der VIVA Moments

Alles, was das Herz begehrt

Es ist nicht die erste Tour mit der Moments, deshalb ist klar, was uns an Bord erwartet. Die Vorfreude ist riesengroß, denn die VIVA-Schiffe sind komfortabel und haben alles, was das Herz begehrt. Die Kabinen sind ansprechend, die Farben stimmig und auf den oberen beiden von insgesamt drei Decks mit französischem Balkon ausgestattet. Ein bequemes Bett, ein großer Fernseher, eine Kaffeemaschine, eine im Preis inkludierte Minibar und viele andere kleinere Annehmlichkeiten machen das Wohnen an Bord sehr angenehm. Auch das Bad ist hochwertig und unter anderem mit einer Regendusche ausgestattet. Zudem gibt es teure Rituals-Kosmetik-Produkte.

Hallo Amsterdam!

Der erste Stopp der Reise ist Amsterdam, und schon die lange Einfahrt über den Kanal in den frühen Morgenstunden ist sehr schön, denn der Sonnenaufgang ist gigantisch. Zum Glück haben wir unsere Kabine auf der Steuerbordseite, so dass man das Lichtspektakel in vollen Zügen beim ersten Kaffee im Bett genießen kann und nicht aufs Sonnendeck muss, um den Tag zu begrüßen. Angekommen in Amsterdam ist man direkt mittendrin im Trubel. Der Weg in die Altstadt ist nicht weit, aber da wird dort schon des Öfteren waren, hat es uns dieses Mal auf die andere Hafenseite gezogen. Unser Objekt der Begierde: Das A’DAM LOOKOUT. Ob wir uns trauen, oben auf dem Aussichtspunkt des Hochhauses in die Schaukel zu steigen und damit die allerbeste Sicht auf Amsterdam zu genießen?

Mit der Fähre auf die andere Seite – und das sogar kostenlos!

Zunächst müssen wir rüber auf die andere Seite. Kostenlose Fähren fahren ab der Central Station den ganzen Tag hin und her. Das macht es einfach, und wir laufen mit der Masse im Amsterdamer Alltag auf der einen Seite auf das Schiff und auf der anderen nach der kurzen Fahrzeit von wenigen Minuten wieder runter. Das ist sowas von unkompliziert. Irgendwie wie kostenloses Busfahren, nur auf dem Wasser.

Schaukeln über den Dächern von Amsterdam

Vor dem A’DAM LOOKOUT angekommen, entscheiden wir uns für das 16-Euro-Ticket, das nur die Fahrt nach ganz oben beinhaltet. Dazu buchen kann man direkt am Schalter die Schaukel (plus sechs Euro), oder auch zwei Getränke (plus acht Euro). Wir fahren erstmal hoch und sind baff. Was für eine coole Aussicht! Und dann sehen wir Europas höchste Schaukel! Krass – und ja, der Mut fehlt leider! Vielleicht beim nächsten Mal! Aber wenigstens mal hochzufahren ist eine große Empfehlung!

Straßenmusiker, Hausboote und gechillte Menschen in der Altstadt

Auch am Nachmittag ziehen wir nochmal los, dieses Mal in die Altstadt. Ein bisschen treiben lassen, den Straßenmusikern zuhören, einen Kaffee trinken und die Hausboote bestaunen, die in den Kanälen liegen. Dafür muss man wohl geboren sein, um dort mitten im Herzen der Stadt und immer angeschaut von Touristen, leben zu können. Was für ein ereignisreicher, aktiver erster Tag auf der Städtereise mit der VIVA Moments.

Krasser Gegensatz: Erst Amsterdam, dann Hoorn

Von Amsterdam geht es weiter nach Hoorn. Der Knaller: Um dorthin zu kommen, fährt das Flussschiff über das Markermeer, das ans Ijsselmeer grenzt und ein 700 Quadratkilometer großer See ist. Früh morgens bin ich an Deck. Das ist einer schönsten Augenblicke an Bord. Das erwartet man bei einer Kreuzfahrt auf dem Fluss nicht. Die Sonne geht auf in den allerschönsten Farben, und dazu kommt dieses Gefühl, doch ein wenig auf Hochsee zu sein. Nur wenige Gäste sind so früh aufgestanden, um den Sonnenaufgang mitzuerleben. Für mich gehört das dazu, es ist auf Kreuzfahrt mein persönlicher Lieblingsstart in den Tag.

In Hoorn angekommen, erlebt man den kompletten Gegensatz zu Amsterdam. Das kleine idyllische Städtchen hat einen ganz besonderen Charme und ist weit weg von laut und trubelig. Alles geht gemütlich zu, es gibt viele kleine Geschäfte zum Shoppen, schöne Cafés und andere Plätze zum Verweilen. Diese Gegensätze gefallen mir gut. Immer Großstadt, das brauche ich nicht und dient auch nicht der Erholung.

Spannende Überfahrt auf dem Markermeer

Als wir am Abend Hoorn wieder verlassen, geht es wieder über das Markermeer. Dieses Mal haben es sich viele Gäste auf dem Sonnendeck gemütlich gemacht. Um uns herum ist der Himmel fast schwarz, ganz weit vorne kann man irgendwo Land erkennen. Viele sitzen mit dem Handy da und schauen auf Google Maps, wo sich das Schiff gerade befindet. Das ist eine schöne Szene, die Begeisterung ist spürbar und alle fiebern mit. Als es dann in den Amsterdam-Rotterdam-Kanal geht, wird es ein bisschen stürmisch. Wer Gewitter mag, der kommt voll auf seine Kosten. Donner und Blitz veranstalten ein fulminantes Spektakel am Himmel. Ich kann mich nicht sattsehen und stehe bestimmt eine Stunde in der Kabine am Fenster, um nichts zu verpassen. Die VIVA MOMENTS wird immer wieder in einen hellen Lichtmantel gehüllt. Das ist durchaus ein bisschen spooky, aber auch gleichzeitig überaus faszinierend.

Nur 300 Meter bis zu den berühmten Kubushäusern von Rotterdam

Rotterdam: Das Schiff liegt zentral direkt an der Willemsbrücke, so dass man zu Fuß in die Stadt laufen kann. Nur 300 Meter sind es bis zu den berühmten gelben Kubushäusern und zur Markthalle. Wir gehen es gemütlich an, besichtigen dieses Mal sogar ein Kubushaus und stellen fest, dass wir auf Dauer auf gar keinen Fall darin leben möchten, es uns aber für ein paar Tage durchaus mal vorstellen könnten. Der Eintritt in das Kubushaus kostet pro Person drei Euro. Die Häuser sind faszinierend und ein Publikumsmagnet – genau wie die gegenüberliegende Markthalle, die ein großes Kunstwerk ist und in dem quirliges Marktleben herrscht. Hier macht das Einkaufen besonderen Spaß. Dieses Ambiente, wenn du vor etlichen Käse-Rädern stehst, hast du nicht überall. Da wird der Käse zum Teil einer großen Ausstellung.

Niedrigwasser: Von Antwerpen geht es mit dem Bus nach Gent

Am nächsten Tag steht Gent in Belgien auf dem Plan. Wir schaffen es aufgrund des Wasserstandes nicht, die Stadt direkt mit dem Schiff anzulaufen. Deshalb fahren wir einen Tag früher nach Antwerpen. VIVA Cruises hat Busse organisiert, um einen Ausflug nach Gent anzubieten. So verlieren wir zumindest nicht diese Destination. Als wir in Gent ankommen, wird es schnell deutlich: Diese Stadt hat etwas ganz Besonderes. Sie ist mittelalterlich und war früher ein Stadtstaat. Die Innenstadt ist verkehrsberuhigt, deshalb kann man ganz in Ruhe die wunderschöne mittelalterliche Architektur bewundern. Die Stadt ist voller Touristen, die aus der ganzen Welt angereist sind. Die Grafenburg steht mitten in der Stadt und ist ein echter Blickfang. Wer Gent auf eigene Faust besucht, sollte Zeit mitbringen, es gibt so viel zu entdecken.

Über Nacht liegen wir mit der VIVA Moments in Antwerpen, und so ziehen wir tags drauf nach dem Frühstück los. Nicht weit vom Liegeplatz befindet sich ein besonderes Museum. Das MAS. „Das MAS ist ein Fleck, an dem Sie in die Welt, in die Stadt und auf sich selbst schauen!“ heißt es im Flyer, der im Eingangsbereich ausliegt. Das macht neugierig, und tatsächlich findet man auf jeder Etage verschiedene Ausstellungen. Auch wenn man die nicht anschauen möchte, lohnt sich der Besuch des MAS. Allein die Architektur ist so cool, und noch besser ist die Art und Weise, wie die Besucher durch das Gebäude geleitet werden. Auf Rolltreppen geht es nach ganz oben, auf jeder Ebene gibt es etwas zu entdecken, auch ohne direkt in die kostenpflichtigen Ausstellungen zu gehen. Auch der Blick auf die Stadt wird immer besser, je höher man kommt. Auf der Aussichtsplattform lohnt es sich, ein bisschen zu verweilen, um die Aussicht zu genießen. Das MAS kann ich auf jeden Fall empfehlen.

Vorbei am funkelnden Diamanten

Auch das Auslaufen aus Antwerpen ist ein Highlight, denn wieder geht es vorbei am „Diamanten“, in dem die Hafenverwaltung der Stadt untergebracht ist. Leider schüttet es in diesem Augenblick wie aus Eimern, das war aber auch das einzige Mal. Ansonsten hatten wir auf der Tour perfektes Spätsommerwetter.

Shopping in Nijmegen

Für den nächsten Stopp der Moments geht es wieder nach Holland. Wir erreichen Nijmegen, dort ist mächtig was los. Vier weitere Flussschiffe liegen beieinander. Deren Passagiere strömen alle gerne in die Stadt, denn wieder sind es nur ein paar hundert Meter, bis man mittendrin ist. Ich gehe in Nijmegen gerne shoppen und finde immer was. Zudem locken verschiedene Cafés im Zentrum, und auch die Kirche „Stevenskerk“, mit deren Bau 1254 begonnen wurde, ist einen Besuch wert.

Mein Fazit: Wir wollen nicht von Bord!

Als wir am nächsten Morgen gegen 6 Uhr wieder in Düsseldorf ankommen, wollen wir nicht von Bord. Wir haben uns so wohl gefühlt! Auch das Essen an Bord war super. Als gut haben wir die offenen Tischzeiten und die freie Tischwahl empfunden. Zudem ist das Bistro am Heck eine super Alternative, wenn man nicht immer im Hauptrestaurant essen möchte. Das Frühstück gibt es in Buffet-Form, ansonsten wird am Tisch bedient. Kulinarisch wurden wir richtig verwöhnt. Bei dieser Reise wurde auch wieder der „High Tea“ angeboten, bei dem ein mega Kuchenbuffet mit vielen süßen Leckereien lockt. Wo nachgebessert werden muss, ist beim Unterhaltungsprogramm an Bord. Da wir bei dieser Reise „Sightseeing extrem“ betrieben haben, hat es uns dieses Mal persönlich nicht ganz so gestört, da wir oft echt kaputt waren und mit einem köstlichen Drink in der Lounge happy waren.

Intensives Städte-Hopping in kurzer Zeit

Wer viele Städte in kurzer Zeit sehen möchte, für den ist diese Tour echt empfehlenswert. Auch die Jahreszeit ist perfekt, dazu kamen richtig gute Liegezeiten. Und nach dem schrittintensivem Sightseeing wartet stets das schöne Schiff. Auch Massagen werden angeboten, es gibt einen kleinen Pool an Deck und zudem ein kleines Fitness-Studio. Was fehlt, ist eine Sauna.

Die Crew war wieder der Hammer! So nett und immer darauf bedacht, dass es dem Gast gut geht! Danke dafür!

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FLUSSROMANTIK durch zauberhafte Sonnenuntergänge auf dem Main

Sonnenuntergang

Die letzte Reise vor dem Lockdown, die erste Reise nach dem Lockdown. Eines steht fest. Die MS VIVA Treasures und ich haben eine ganz besondere Bindung. Also ich zu ihr. Es ist auch direkt vertraut, als wir dieses Mal an Bord gehen. Einige Crewmitglieder erkenne ich wieder, und sie mich. Das ist das Schöne, wenn Schiffe eben nicht groß, sondern klein sind. Klein heißt im Fall der Treasures bei Normalbelegung 104 Passagiere und 40 Crewmitglieder. Bei dieser Tour in Coronazeiten sind wir 57 Passagiere und wechselnder charmanter Kabinenzuwachs in Form von Elefanten und Bärchen aus Handtüchern gezaubert 😉

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